Tränen beim Gastgeber

„Rache“ bei der WM: Fußball-Welt feiert USA-Aus

Wenn man nach dem WM-Aus der USA auf die internationalen Pressestimmen blickt, wird eines deutlich: Die Fußball-Welt verspürt eine gewisse Genugtuung. Zuvor hatte der Fall um Stürmer Folarin Balogun und die Einmischung von US-Präsident Donald Trump für jede Menge Wirbel gesorgt.

Die USA ist draußen! Trotz der Begnadigung von Topstürmer Folarin Balogun musste sich der WM-Gastgeber Belgien klar und deutlich mit 1:4 geschlagen geben. In Seattle flossen bei den US-Stars bittere Tränen, der große Traum war nach der Niederlage im Achtelfinale geplatzt.

USA-Teamchef Mauricio Pochettino (li.) musste seine Spieler trösten.
USA-Teamchef Mauricio Pochettino (li.) musste seine Spieler trösten.(Bild: EPA/CHRISTOPHER TORRES)

Nach Begnadigung in der Startelf
Vor der Partie hatte es mächtig Aufregung gegeben. Trotz seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina durfte Balogun gegen Belgien spielen und stand auch in der Startelf. Nach einem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino war die Rot-Sperre zur Bewährung ausgesetzt worden. Dies löste bei Fans und Experten Ärger und Fassungslosigkeit aus.

Gianni Infantino (li.) und Donald Trump
Gianni Infantino (li.) und Donald Trump(Bild: AP/Jia Haocheng)

Kein Wunder, dass viele nach dem WM-Aus der USA nun von einer Genugtuung sprechen. „Belgien rächt die Fußball-Welt“, titelt etwa die „Bild“ in fetten Lettern. Die „Daily Mail“ meint: „Die USA scheiden trotz Trumps Intervention aus!“ Und der „Blick“ bringt es auf den Punkt: „Auch begnadigter Balogun kann die USA nicht retten.“

Umstrittenster WM-Kicker blieb blass
Tatsächlich war der Angreifer kein Faktor im Spiel der USA. Der 25-jährige Monaco-Stürmer konnte in der Offensive kaum Akzente setzen, wurde von Belgiens Defensive praktisch komplett aus dem Spiel genommen.

Folarin Balogun wurde kurz vor Schluss ausgewechselt.
Folarin Balogun wurde kurz vor Schluss ausgewechselt.(Bild: EPA/CHRISTOPHER TORRES)

Womöglich ging Trumps Eingriff in die WM doch nach hinten los. Es wirkte fast so, als wäre seine Intervention noch eine Extra-Motivation für die „Roten Teufel“ gewesen. Im Viertelfinale wartet auf Belgien nun Topfavorit Spanien. Bleibt zu hoffen, dass dann wieder das sportliche Geschehen in den Mittelpunkt rückt ...

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