Nach den gegenseitigen Verbalattacken in den vergangenen Tagen will die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nichts mehr von den Spannungen zwischen ihr und US-Präsident Donald Trump wissen.
Nach dem NATO-Abendessen der Staats- und Regierungschefs in Ankara antwortete Meloni auf die Frage nach ihrem Verhältnis zu Trump lediglich: „Freundlich.“ Als nachgehakt wurde, ob es zu einer Aussprache gekommen sei, meinte sie: „Ich habe Ihnen bereits geantwortet.“
Nach seinen jüngsten Provokationen gegenüber Meloni hatte Trump sich bemüht, den Zwist mit Italiens Regierungschefin zu relativieren. „Ich finde sie eigentlich nett“, sagte er bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Zugleich warf Trump Meloni mangelnde Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormuz vor. Sie habe laut Trump einen Fehler gemacht.
Trumps Äußerungen „kommentieren sich von selbst“
Wenige Tage vor dem NATO-Gipfel in Ankara hatte Trump ein Bild von ihm und Meloni in sozialen Medien geteilt. Auf diesem blickt Meloni Trump an. Über dem Foto stand in Großbuchstaben: „Restraining order needed“, was im Englischen etwa als „Kontaktverbot erforderlich“ oder „Annäherungsverbot erforderlich“ verstanden werden kann.
Angesprochen auf den jüngsten Spott-Post erklärte Außenminister Antonio Tajani dem Sender Sky TG24: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir auf Erklärungen dieser Art nicht reagieren werden. Deshalb machen wir einfach weiter. Wir sind überzeugt, dass die transatlantischen Beziehungen weit über einzelne Äußerungen hinausgehen.“ Trumps Äußerungen „kommentieren sich von selbst“.
Zuletzt hatte es zwischen Trump und Meloni immer wieder Spannungen gegeben, die beiden stritten in den sozialen Medien. Auslöser war die Behauptung des US-Präsidenten, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel im französischen Évian um ein Foto mit ihm angefleht. Sie habe ihm leidgetan. Meloni bezeichnete dies als „völlig erfunden“. Im Nachgang machte Trump klar, dass es ihm bei seiner Kritik vor allem um aus seiner Sicht fehlende Unterstützung im Iran-Krieg ging. Italien hatte US-Flugzeugen die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert.
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