Am 10. Juli ist der Siebenbrüdertag, ein alter Lostag für das Wetter. Eine bekannte Bauernregel besagt, dass das Wetter an diesem Tag den Verlauf des restlichen Sommers bestimmen könnte. Fällt Regen, dann laut Bauernregel auch für die nächsten sieben Wochen. Scheint die Sonne, verspricht das hingegen schönes Wetter.
Die bekannteste Regel lautet: „Ist Siebenbrüder ein Regentag, so regnet's noch sieben Wochen danach.“ Das Gegenstück verspricht hingegen sonnige Sommerwochen: „Wenn sich die sieben Brüder sonnen, kommt sieben Wochen Wonnen.“ Die Regel hat große Ähnlichkeit mit jener des Siebenschläfertages im Juni.
Meteorologischer Hintergrund
Bauernregeln sind keine exakte Wissenschaft, sondern basieren auf Beobachtung. Meteorologisch gibt es eine Grundlage: Ende Juni und Anfang Juli stabilisiert sich oft die Großwetterlage über Europa. Verantwortlich ist der Jetstream, ein Starkwindband in großer Höhe. Seine Position entscheidet, ob feuchte oder trockene Luftmassen dominieren – und das kann eine Wetterphase für Wochen festlegen. Der 10. Juli liegt genau in diesem Zeitfenster, was der Regel statistische Relevanz gibt.
Woher der Name stammt
Der Name des Tages hat einen religiösen Ursprung. Er gedenkt der sieben Söhne der heiligen Felicitas von Rom: Alexander, Felix, Januaris, Martialis, Philippus, Sil(v)anus und Vitalis. Laut Überlieferung starben sie um 160 n. Chr. unter Kaiser Mark Aurel als Märtyrer, weil sie sich geweigert hatten, ihrem Glauben abzuschwören. Felicitas musste die Enthauptung ihrer sieben Söhne mit ansehen, ehe sie selbst hingerichtet wurde.
Die Prognose für heuer
Glaubt man der Bauernregel, so stellen sich heuer auch in den kommenden Wochen sonniges Wetter und hohe Temperaturen ein. Denn am Freitag zeigt sich in Österreich die Sonne vom meist wolkenlosen Himmel. Das Thermometer klettert auf Werte jenseits der 30-Grad-Marke. Heiß wird es laut aktueller Prognose besonders im Westen des Landes. 35 Grad könnten etwa in Tirol erreicht werden.
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