Ein tragischer Fund erschüttert die Wiener Gastronomie: Der 65-jährige Betreiber Christian W. des Café Engländer wurde in der Nacht auf Dienstag tot in seinem Lokal aufgefunden. Eine Schusswaffe wurde in der Nähe sichergestellt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Der 65-Jährige war der Betreiber des Wiener Szenelokals im ersten Bezirk, besaß zudem ein weiteres Lokal am Praterstern und ein nach seinen beiden Kindern benanntes Restaurant, welches er mit seiner damaligen Frau eröffnet hatte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bei der möglichen Tatwaffe handelt es sich laut „Krone“-Informationen um ein Jagdgewehr. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar.
„Alle tief bestürzt“
„Der Besitzer hat sich aus dem Leben genommen. Wir sind alle tief bestürzt“, erzählt ein Stammkunde. Auch der Sohn und die langjährige Freundin des Besitzers sind bereits vor Ort.
Traditionslokal ging insolvent
Der bekannte Gastronom hinterlässt Zwillinge im Alter von neun Jahren. Gemeinsam mit Attila Corbaci übernahm er 1990 das damalige Café Windhag und machte daraus das Café Engländer, das rasch zu einem bekannten Treffpunkt in der Wiener Innenstadt wurde. Der erste Anlauf war allerdings nur von kurzer Dauer: Bereits wenige Jahre später musste das Kaffeehaus Insolvenz anmelden.
Anfang der 2000er-Jahre startete der Gastronom mit einem neuen Investor einen zweiten Versuch – diesmal mit Erfolg. Das Café entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer festen Größe der Wiener Kaffeehausszene.
Betroffenheit in Wiener Gastro-Szene
Besonders tragisch: Ein Bekannter berichtet, dass der Gastronom noch am Vortag über WhatsApp mit ihm in Kontakt stand. Nun herrscht in der Wiener Gastro-Szene große Betroffenheit.
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