Die indischen Behörden haben laut eigenen Angaben zwei chinesische Smartphone-Apps blockiert, die für Probleme mit elektrischen Tuk-Tuks verantwortlich gemacht werden. In letzter Zeit hätten sich Vorfälle gehäuft, bei denen Fahrzeuge aus der Ferne gestoppt wurden.
Dies teilte das Technologieministerium in Neu Delhi am Freitag mit. Mehrere Apps seien daraufhin untersucht und zwei gesperrt worden. Ganz verifizieren ließ sich die Funktionsweise der Apps bisher aber nicht.
Günstige Modelle der in Indien beliebten batteriebetriebenen Fahrzeuge nutzen Systeme zur Batteriesteuerung per Bluetooth aus chinesischer Herstellung. In den vergangenen Tagen waren mehrere Videos verbreitet worden, in denen Menschen offenbar chinesische Apps zur Batterieverwaltung nutzen, um die Stromversorgung von E-Tuk-Tuks während der Fahrt aus der Ferne zu unterbrechen.
Ein Tuk-Tuk-Fahrer in Neu Delhi, dessen Fahrzeug am Donnerstag eine Panne hatte, sagte, er verliere „wegen dieser Apps“ viel Geld. „Gestern hat meine E-Rikscha den Dienst versagt. Bei der extremen Hitze in Delhi musste ich sie sechs oder sieben Kilometer lang allein zum Servicezentrum schieben, um das Problem beheben zu lassen“, berichtete der 28-jährige Ghanshyam Kumar.
„Solche Vorfälle haben in der vergangenen Woche deutlich zugenommen. Deshalb bilden sich vor dem Servicezentrum lange Warteschlangen, und wir verschwenden dort letztendlich auch viel Zeit“, sagte Kumar weiter. Nach Behördenangaben untersucht die Polizei derartige Vorfälle.
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