Apple plant für die zweite Jahreshälfte und die erste Jahreshälfte 2027 offenbar eine ambitionierte iPhone-Einführung mit mindestens fünf neuen Modellen und einer größeren Anzahl faltbarer Handys als bisher erwartet. Trotz Lieferengpässen bei Chips wolle man so Marktanteile gewinnen, berichtet die Wirtschaftszeitung „Nikkei Asia“.
Dem Bericht zufolge hat der kalifornische Konzern seine Zulieferer angewiesen, sich auf die Produktion von rund zehn Millionen faltbaren iPhones in diesem Jahr vorzubereiten. Die vorherige Prognose lag bei sieben bis acht Millionen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilten.
Der amerikanische Technologiekonzern und seine Zulieferer hätten Fortschritte bei der Behebung der technischen Probleme rund um das Scharnier des faltbaren iPhones erzielt. Dies erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Vorstellung im Herbst bereits erste Kleinserien ausgeliefert werden könnten, wie drei Insider berichteten.
Demnach wird die Serienproduktion aufgrund der Lernkurve für das faltbare Gerät jedoch voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres anlaufen. „Nikkei Asia“ berichtete Anfang April erstmals über die technischen Schwierigkeiten bei Apples erstem faltbaren iPhone, mit dem das Unternehmen einen gesättigten Markt neu beleben will.
Bauteile zurückgehalten
Das Unternehmen soll dem Nachrichtenportal zufolge bereits Komponenten und Teile für insgesamt 80 Millionen Smartphones bestellt haben, die sich auf neue Modelle für die zweite Jahreshälfte 2026 verteilen, darunter das iPhone Pro, das iPhone Pro Max und das allererste faltbare iPhone.
Den Insidern zufolge soll der US-Technologieriese angesichts der anhaltenden Engpässe aggressive Maßnahmen ergriffen haben, um sich die benötigten Komponenten zu sichern. So wurden angeblich Zulieferer angewiesen, bestimmte gängige Komponenten und Bauteile, die in der iPhone-17-Serie verwendet werden, für die kommende Pro-Generation zurückzuhalten.
„Die Nachfrage nach der iPhone-17-Serie auf den Märkten ist nach wie vor recht gut, aber [Apple] hat uns mitgeteilt, dass wir gängige Chips und Komponenten bewusst für die iPhone-18-Serie reservieren sollen“, erklärte ein leitender Angestellter eines wichtigen Apple-Zulieferers gegenüber „Nikkei Asia“.
Normales iPhone soll später folgen
Apple plane außerdem, in der ersten Hälfte des Jahres 2027 mindestens zwei neue iPhones vorzustellen, darunter das Standard-iPhone 18 und ein neues iPhone Air. Noch nicht endgültig unter Dach und Fach seien dagegen Pläne zur Aktualisierung der preisgünstigeren iPhone-Produktreihe.
Zusammen mit den drei Modellen in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 würde die Produktpalette einen der aggressivsten iPhone-Einführungspläne von Apple seit Jahren darstellen, so „Nikkei Asia“. Dies spiegle das Bestreben wider, die Präsenz in verschiedenen Preissegmenten zu stärken und Marktanteile von Konkurrenten wie Samsung Electronics, Xiaomi, Oppo und Vivo zu gewinnen.
„Im Vergleich zu Apples Verhandlungsmacht sind die chinesischen Smartphone-Hersteller in einer schwachen Position, was die Beschaffung größerer Mengen an Speicherchips oder Preiserhöhungen angeht. … Das gibt Apple einen guten Anreiz, die iPhones im Frühjahr auf den Markt zu bringen und einen größeren Marktanteil zu erobern“, sagte ein Manager eines Zulieferers von Apple und Xiaomi.
Apple hat sich dank seiner Einkaufs- und Verhandlungsmacht gegenüber Zulieferern relativ gut gegen die beispiellosen Speicherengpässe behauptet. Dennoch musste auch das Unternehmen in diesem Jahr die Preise anheben.
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