Ausnahmesituation
Hitzewelle: Mindestens 2000 Tote in Frankreich
Nach einer Hitzewelle in Frankreich steht fest: Mindestens 2000 Menschen sind mittlerweile an den Folgen der extremen Temperaturen gestorben. Besonders in zwei Gebieten des Landes steigen die Opferzahlen stark an. Der Wetterdienst warnt, die nächste große Hitzephase steht kurz bevor.
Wie die „Krone“ bereits berichtete, kämpft Frankreich derzeit besonders mit der anhaltenden Hitze. So wüten etwa in Südfrankreich mehrere Waldbrände. In Sainte-Marie-la-Mer sind deshalb mehr als 3000 Personen evakuiert worden, mehrere wurden verletzt. Auch in den Städten leiden die Menschen unter den Rekordtemperaturen.
Fast 30 Prozent mehr Tote durch Juni-Hitzewelle
Die französische Gesundheitsbehörde schätzt, dass zwischen dem 22. und 28. Juni – dem Höhepunkt der Hitzewelle – mehr als 2000 zusätzliche Todesfälle zu verzeichnen waren. Das entspricht einem Anstieg von fast 30 Prozent, wie die französische Zeitung „Le Monde“ berichtete.
Zwei Regionen besonders betroffen
Besonders betroffen waren der dicht bevölkerte Großraum Paris sowie die Region Pays de la Loire im Landesinneren. Dort stieg die Zahl der Todesfälle jeweils um gut 60 Prozent an. Die zusätzlichen Todesfälle betrafen überwiegend Menschen über 45 Jahren, wobei die Über-65-Jährigen den größten Teil ausmachten. Die Zahl der Menschen, die zu Hause starben, verdoppelte sich nahezu.
„Nicht alle Todesfälle erfasst“
Experten warnen: Die Schätzungen zu den Zahlen der Hitzeopfer seien mit Vorsicht zu interpretieren. Denn sie basieren ausschließlich auf elektronischen Sterbeurkunden, die nur etwas mehr als 60 Prozent der Todesfälle im Land erfassen. Dennoch geben sie einen Einblick in das Ausmaß der Hitzewelle.
Im Juni wurden die drei heißesten Tage jemals gemessen
Klimaforscher verglichen die Juni-Hitzewelle in Frankreich mit jener von 2003, die im Land rund 15.000 Todesopfer forderte. Beide seien etwa gleich lang gewesen: Die Juni-Hitzewelle dauerte 14 Tage, verglichen mit 16 Tagen 2003. Zudem wurden dieses Jahr bereits drei der heißesten Tage jemals gemessen, wie der Radiosender „RFI“ meldete. Diese Hitzewelle sei sogar europaweit die schwerste jemals gemessene, meinten Klimaforscher der World Weather Attribution. Ohne den Klimawandel wären die derzeitigen Ausmaße nicht möglich gewesen, so die Experten.
Nächste Hitzewelle steht bevor
Nach einer kurzen Verschnaufpause soll den Menschen in Frankreich am Wochenende bereits die nächste Hitzewelle blühen. In Südfrankreich werden Temperaturen bis zu 40 Grad erwartet, wobei es besonders um Toulouse und Bordeaux heiß werden soll.










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