Wer jahrelang beim selben Handy-Vertrag bleibt, verschenkt oft Geld, warnt die Arbeiterkammer. Denn Altverträge enthalten neben den vereinbarten Tarifen oft teure Fixkosten. Für das gleiche oder sogar weniger Geld gibt es heute oft mehr Leistung.
Die Handytarife an sich erhöhten sich gegenüber 2025 kaum, wie ein AK-Check der Preisentwicklungen von 199 Tarifen bei 27 Anbietern in den vergangenen zwölf Monaten zeigt. Doch langjährige Verträge könnten durch Wertsicherungsklauseln Jahr für Jahr teurer werden.
„Wer wechselt, kann den Teuerungsanpassungen entgehen, Servicepauschale sparen, mehr Datenvolumen und schnelleren Mobilfunkstandard 5G nutzen“, erklärte AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic am Donnerstag in einer Mitteilung. Bei Neuverträgen verzichteten mittlerweile alle Anbieter auf die Servicepauschale und fast alle Anbieter auf die Aktivierungskosten.
Das Handynutzungsverhalten hat sich im Untersuchungszeitraum den Angaben zufolge kaum verändert. Im Schnitt werden pro Monat rund 175 Minuten, sechs bis acht SMS und zehn Gigabyte ohne Flatrate und 33 Gigabyte mit Flatrate verbraucht. Für Durchschnittskundinnen und -kunden blieben die Preise bei den 27 Anbietern laut „AK Preismonitor“ fast gleich. Nur spusu biete hier einen gegenüber dem Vorjahr um zwei Euro günstigeren Tarif an.
Altverträge oft teurer
„Auch wenn die Handypreise auf den ersten Blick stabil erscheinen, kann ein alter Vertrag schnell zur Kostenfalle werden“, betonte Zgubic. „Wer jahrelang beim selben Vertrag bleibt, verschenkt oft Geld.“ Bei sieben Anbietern hatten laut Preis-Check viele Tarife sogenannte Wertsicherungsklauseln, bei 20 Anbietern gab es keine. Bei den Großen A1, Magenta und Drei seien diese Preisanpassungen „weiterhin üblich“. Diskonter wie yesss!, Hofer Telekom (HoT), spusu sowie die seit 2026 neuen Anbieter Hörbi und Yellow verzichteten hingegen darauf.
Aktivierungsgebühren werden immer seltener verlangt – 2024 hatten sie noch sieben von 26 untersuchten Anbietern in Rechnung gestellt, 2025 nur noch drei kleinere. Heuer forderte nur noch ein kleinerer Anbieter 14,90 Euro für das Freischalten. Zwei weitere hätten die Gebühr in Höhe von 1,99 Euro bzw. 25 Euro aufgrund von laufenden Aktionen nicht verrechnet, so die AK.
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