Alarmierende Bilder

138 Nachbeben in Venezuela: Zahl der Toten steigt

Ausland
25.06.2026 21:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela haben die Behörden bisher 188 Tote gezählt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, einige Landstriche sind komplett zerstört. 

Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, wurden weitere 1520 Menschen verletzt, mehr als 200 sind unter Trümmern verschüttet. Der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez gab die Zahl der komplett eingestürzten oder beschädigten Gebäude mit rund 250 an. 

Die Staatschefin sei in die schwer betroffene Region La Guaira gereist. Auf das Hauptbeben der Stärke 7,2 und 7,5 folgten demnach 138 Nachbeben. Fast 3000 Familien seien von der Katastrophe betroffen, sagte Rodríguez. Offiziell seien zudem 157 Menschen als vermisst gemeldet worden.

Schwere Schäden gab es besonders im Bundesstaat La Guaira an der Karibikküste. Auch in der Hauptstadt Caracas und in anderen Regionen stürzten laut Behördenangaben Gebäude ein.

Wo vorher ein Gebäude war, türmt sich nun ein Schutthaufen.
Wo vorher ein Gebäude war, türmt sich nun ein Schutthaufen.(Bild: AFP/FEDERICO PARRA)
Betonbauten sind einfach in sich zusammengebrochen.
Betonbauten sind einfach in sich zusammengebrochen.(Bild: AP/Pedro Mattey)
Ein Verletzter wird aus den Trümmern geborgen.
Ein Verletzter wird aus den Trümmern geborgen.(Bild: APA/Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved)
Die Einsatzkräfte suchen rundum die Uhr nach weiteren Überlebenden.
Die Einsatzkräfte suchen rundum die Uhr nach weiteren Überlebenden.(Bild: EPA/RAYNER PENA)

Rund 750 Österreicher im Land
Laut dem Außenministerium leben rund 750 Österreicher in Venezuela. Bisher gebe es keine Informationen über Betroffene. Alle Auslandsösterreicher wurden noch in der Nacht auf Donnerstag kontaktiert. Seit Jänner gibt es bereits eine Reisewarnung für das gesamte Land.

Nach Angaben der USGS ereignete sich am Mittwoch zunächst ein Beben der Stärke 7,2 rund 160 Kilometer westlich von Caracas. 39 Sekunden später folgte ein zweites Beben der Stärke 7,5, berichtete auch der Österreichische Erdbebendienst der Geosphere Austria.

Eine Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Nachbeben erschütterten die Region bis in den Donnerstag hinein. Es ist in den nächsten Tagen mit starken Nachbeben zu rechnen, warnte auch die Geosphere.

Der Erdbebendienst USGS gab Alarmstufe Rot bezüglich Todesfällen und wirtschaftlicher Verluste infolge von Erdbeben. Es ist mit einer hohen Zahl von Opfern und erheblichen Schäden zu rechnen, und die Katastrophe dürfte sich über ein großes Gebiet erstrecken.

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