Der chinesische KI-Entwickler DeepSeek hat bei seiner ersten Finanzierungsrunde einem Medienbericht zufolge über 50 Milliarden Yuan (rund 6,38 Milliarden Euro) eingesammelt. Dabei wurde das auf Künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen mit über 50 Milliarden US-Dollar (43,1 Milliarden Euro) bewertet.
Allerdings investierten die Geldgeber nicht direkt in das Start-up, berichtete das Technologieportal „The Information“ am Dienstag. Um die Kontrolle des Gründers und Firmenchefs Liang Wenfeng zu wahren, investierten sie ihr Kapital in eine von Liang verwaltete Beteiligungsgesellschaft. Eine Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht nicht unabhängig überprüfen.
Investoren mit Haltefrist und ohne Stimmrechte
Den Investoren seien zudem eine fünfjährige Haltefrist auferlegt und Stimmrechte verwehrt worden, hieß es in dem Bericht weiter. Die einzige Ausnahme bilde der staatliche chinesische Investitionsfonds für die KI-Industrie. Dieser habe direkt in DeepSeek investiert, verfüge über Stimmrechte und unterliege keiner Haltefrist.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters bereits zuvor berichtet hatte, steuerte Gründer Liang 20 Milliarden Yuan aus seinem eigenen Vermögen bei. Der Technologiekonzern Tencent soll eine Beteiligung von zehn Milliarden Yuan erwägen, der Batteriehersteller CATL fünf Milliarden Yuan. Damit wären sie die größten externen Geldgeber.
DeepSeek gilt als der bekannteste KI-Entwickler Chinas. Er sorgte Anfang 2025 mit der Veröffentlichung eines Chatbots weltweit für Schlagzeilen. Das Programm war der westlichen Konkurrenz ebenbürtig, benötigte aber deutlich weniger Rechenleistung. Zudem soll die Entwicklung nur einen Bruchteil der bis dahin üblichen Kosten verursacht haben.
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