Fünf Überfälle heuer

Statt Trafiken werden jetzt die Alten überfallen

Salzburg
16.06.2026 09:55

Zum wiederholten Mal ist eine betagte Person Opfer eines Überfalles geworden – wieder im eigenen Zuhause. Diesmal wurde eine 87-Jährige von Kriminellen in ihrem Wohnhaus in Salzburg-Taxham heimgesucht. Es ist schon der fünfte Überfall dieser Art im Bundesland. Wie schützt man sich? 

Im Alter von 87 Jahren musste eine Salzburgerin am Wochenende einen Albtraum durchleben: Räuber hatten die Frau am Samstag bei ihrem Wohnhaus im Salzburger Stadtteil Taxham überfallen. Was genau passiert ist, konnte die Polizei noch nicht sagen – mit Verweis auf die ausständige Einvernahme der Seniorin, da sie sich noch im Spital befand. Die Seniorin dürfte von Samstag auf Sonntag verletzt im Vorraum ihres Wohnhauses verbracht haben. Hilfe rufen war ihr nicht möglich. Bekannte hatten die 87-Jährige gefunden, nachdem sie nicht zu einem Treffen gekommen war.

Fünf Raubüberfälle in den eigenen vier Wänden
Was heuer besonders auffällt: Räuber nehmen wehrlose und alleinlebende Senioren ins Visier. Die Zeit der Überfälle auf Banken, Trafiken oder Tankstellen scheint vorbei – lediglich ein einziger Überfall auf ein Wettbüro im Jänner machte heuer Schlagzeilen. Im Gegenzug gab es allein heuer schon – inklusive des aktuellen Falles – fünf Überfälle auf ältere Personen in oder vor ihrem eigenen Wohnhaus.

Erst am Donnerstag wollte ein rumänisches Paar eine 97-Jährige ausrauben. Doch die Frau reagierte goldrichtig: Sie schrie um Hilfe und drückte den Notfallknopf. Beide Rumänen (48, 43) konnten festgenommen werden. Mitte Mai reagierte ein Raub-Opfer (66) geistesgegenwärtig: Sie trug den Müll hinaus, als ein Täter sie in ihr Haus zurückdrängte und eine Pistole zückte. Der Frau gelang es, den Mann auszusperren. Er flüchtete.

Drei Kriminaltouristen verurteilt
Am 21. Februar verfolgte ein Syrer (23) eine Pensionistin (86) bis zu ihrem Wohnhaus in Aigen. Dort schlug er sie, entriss die Handtasche und flüchtete. Die Polizei nahm ihn fest. Drei Ungarn (44, 31, 19), die einer 80-Jährigen Mitte Februar vor ihrem Wohnhaus eine Goldkette vom Hals rissen, wurden im April zu Haftstrafen zwischen zehn und drei Jahren verurteilt. Bemerkenswert: Sie reisten extra ins Land, um hier kriminell zu sein.

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Es geht darum, den Tätern es so schwer wie möglich zu machen, in die eigenen vier Wände einzudringen. Auch wichtig: Immer ein Handy griffbereit haben.

Valerie Bachler von der Polizei gibt Tipps

Doch wie schützt man sich? Laut Polizei sei wichtig, dass die Täter nicht ins Hausinnere kommen – hier helfe schon eine Türkette oder eine Gegensprechanlage mit Türspion. Und: Handy für Notrufe immer dabeihaben, raten die Exekutivbeamten.

Am besten sei es, gleich auch die Notrufnummern als Kontakte einzuspeichern. Bei Nacht sollten die Fenster auch nicht zu weit geöffnet sein, damit Täter nicht leicht einsteigen könnten.  

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