Der gegenwärtige EU-Gipfel begann am Montag mit einem „Gedankenaustausch“ der EU-Außenminister über den Ukraine-Krieg, die Lage im Nahen Osten und das Verhältnis zu China. Und während unsere Chef-Diplomaten ihre mehr oder weniger tiefschürfenden Gedanken austauschten, wurde andernorts tatsächlich über Krieg und Frieden verhandelt. Allerdings ohne Europa.
EINERSEITS ist dies im Falle des Iran-Krieges noch verständlich, da dieser als kriegsführende Nationen tatsächlich auf der einen Seite die USA und Israel und auf der anderen Seite den Iran betrifft. Und eben nicht die EU.
ANDERERSEITS wird die EU, wenn es um die Beseitigung der Kriegsschäden und die Finanzierung des Wiederaufbaus geht, sicher wieder zur Kasse gebeten werden. Und das wird vor allem hinsichtlich des anderen großen Kriegsschauplatzes, der Ukraine, so sein.
Auch bei den längst überfälligen, sich sich nun langsam abzeichnenden Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland werden dabei – soweit Trump noch interessiert daran ist – jedenfalls die US-Amerikaner mitreden, die Europäer hingegen allenfalls am Rande. Weder konnten sich Deutsche, Franzosen und zusätzlich die Briten bislang auf so etwas wie einen europäischen Friedensplan einigen, noch waren sie im Stande, eine geeignete Persönlichkeit als EU-Chefverhandler mit dem Kreml zu benennen. Und deshalb sitzt Europa vorläufig nicht mit am Tisch.
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