Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist beim G7-Gipfel im französischen Evian eingetroffen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing Selenskyj am Dienstagmorgen vor der ersten Sitzung zur Ukraine. Im Zentrum dürften Gespräche über mögliche Friedensverhandlungen mit Russland stehen.
Vermittlungsversuche im seit mehr als vier Jahre dauernden Ukraine-Krieg sind bisher gescheitert. Russland hat bisher kein Interesse an Verhandlungen gezeigt und setzt seine Angriffe auf die Ukraine mit unverminderter Härte fort. In der Nacht auf Montag war die zum Weltkulturerbe zählende Kathedrale im Bereich des berühmten Höhlenklosters nach einem russischen Angriff in Brand geraten. Selenskyj machte „gezielte“ russische Drohnenangriffe dafür verantwortlich.
„Vielleicht können wir etwas machen“
Vor dem Gipfeltreffen hatte US-Präsident Donald Trump getrennte Telefonate mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin und Selenskyj geführt. Der US-Präsident bezeichnete die Gespräche als „sehr gut“: „Vielleicht können wir etwas machen“, sagte Trump am Montag in Evian, ohne Details zu nennen. „Sie sind beide offen dafür.“
Selenskyj will direktes Treffen mit Putin
Selenskyj sagte am Montag nach einem Telefonat mit Trump, er habe diesem ein persönliches Treffen mit Putin vorgeschlagen. Dieses könne „in einem Format“ stattfinden, „das es Putin deutlich schwerer machen würde, abzulehnen“.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich am Montag vorsichtig optimistisch mit Blick auf Verhandlungen über eine Friedenslösung gezeigt. „Erstmals kann sich hier langsam ein Fenster für die Diplomatie öffnen“, sagte er vor seinem Abflug zum G7-Gipfel. Denn die Dynamik in dem Konflikt habe sich „deutlich zugunsten der Ukraine verändert“. Kiew sei heute auch dank deutscher und europäischer Unterstützung „in einer neuen Position der Stärke“. Russland könne „militärisch nicht gewinnen. Zudem ist seine Wirtschaft angeschlagen.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.