Im Zuge der anhaltenden Nachfrage nach Computer- und Speicherchips zum Ausbau Künstlicher Intelligenz ist Südkoreas Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 1,8 Prozent gestiegen. Damit verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des ostasiatischen Landes das stärkste Quartalswachstum seit fünfeinhalb Jahren, wie aus Zahlen der koreanischen Zentralbank in Seoul hervorgeht.
Das Wachstum fällt um 0,1 Prozentpunkte höher aus als in einer bereits Ende April veröffentlichten Vorabschätzung angenommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist Südkoreas BIP demnach um 3,8 Prozent gestiegen.
Die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens zählt zu den wichtigsten Produzenten für Computerchips weltweit. Die koreanische Zentralbank hat unlängst ihre Prognose für das laufende Jahr angehoben und geht für 2026 von einem Wachstum von 2,6 Prozent aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für Südkorea mit einem Wachstum von 1,9 Prozent.
Damit kann die südkoreanische Volkswirtschaft bisher der Konfliktlage in Nahost und der daraus resultierenden Energiekrise robust trotzen. Südkorea ist wie die meisten ostasiatischen Volkswirtschaften stark auf Öllieferungen über die weitgehend geschlossene Straße von Hormus angewiesen.
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