Dragqueen Josie Fox und der Queer-Verein Rosalila PantherInnen haben am Sonntag spontan zu einer Mahnwache aufgerufen, nachdem ein Anschlag auf den CSD in Berlin die LGBTQ-Community weltweit erschüttert hatte. Etwa Hundert Menschen gedachten den Verstorbenen und den Verletzten.
Diese Bilder sollen von Graz nach Berlin gehen, denn sie sind ein Zeichen von Solidarität über die Grenzen hinweg: In der steirische Landeshauptstadt kamen am Sonntagabend etwa einhundert Menschen zusammen, um eine Schweigeminute für die Opfer des Christopher-Street-Day-Anschlags abzuhalten und Kerzen anzuzünden. Organisatorin Josie Fox hatte nur Stunden davor via Social Media zur Teilnahme aufgerufen. „Ich war wütend und traurig. Viele fühlen sich erschüttert und angreifbar. Es tut uns allen gut, uns zu treffen, zu umarmen und zu trösten.“
Vor einer Schweigeminute konnten Redner spontan das Wort ergreifen. Fox sprach in ihrer Rede von Menschlichkeit: „Hass baut Mauern. Begegnung baut Brücken.“ Der Täter, ein radikalisierter Muslim, ist mittlerweile aufgespürt worden. Beim Zugriff attackierte der 21-Jährige die Beamten. Es kam zu einem Schusswaffengebrauch – der Gesuchte wurde erschossen. „Wir verurteilen niemals ganze Bevölkerungsgruppen oder Religionsgemeinschaften“, so Fox weiter.
„Sichtbar bleiben“
Gewalttaten wie diese zeigen, „wieso wir die Pride brauchen. Um sichtbar zu bleiben und zu zeigen, dass es uns gibt“, sagte Fox. „Es hätte jeden von uns treffen können. Wir feiern alle gerne den CSD, weil wir dort sein können, wie wir wollen.“
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