Als Gefährder bekannt
Abdul Ballout: Iran-Krieg verstärkte seinen Hass
Erneut hat eine Terrorfahrt in einer deutschen Stadt für blutiges Chaos und Entsetzen gesorgt. Eine Frau ist tot, weitere Opfer des Angriffs mit einem weißen Transporter schweben in Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter – ein 21-Jähriger, der in Berlin geboren wurde – ist auf der Flucht. Er war den Behörden als islamistischer Gefährder bekannt, der Krieg auf den Iran und den Libanon dürfte seinen Hass noch verstärkt haben.
2005 kam Abdul Ballout in Berlin zur Welt, ist dort auch aufgewachsen und deutscher Staatsbürger. Die Wurzeln seiner Familie liegen im Libanon – was möglicherweise der Auslöser für die Wahnsinnstat am Samstagabend war. Denn die Angriffe auf den Libanon im Rahmen des Kriegs auf den Iran haben seinen Hass auf die USA und vor allem Israel nur noch verstärkt, wie die „Krone“ in Erfahrung bringen konnte.
Der 21-Jährige, der erst im Mai aus dem Jugendarrest entlassen wurde, hat sich – wie so viele Anhänger islamistischer Gruppierungen in den vergangenen Jahren – online radikalisiert. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, hatte Polizeisprecher Florian Nath in den frühen Morgenstunden am Sonntag im Zuge der Öffentlichkeitsfahndung bekannt gegeben. Polizeibekannt war er unter anderem wegen schwerer Körperverletzung und räuberischer Erpressung.
Fast unmöglich, Terror mit Autos immer zu verhindern
Wie dem österreichischen Staatsschutz bekannt ist, hatten die deutschen Sicherheitsbehörden Ballout als islamistischen Gefährder eingestuft. Es gab im Vorfeld des Anschlags auf die Pride-Veranstaltung auch Hinweise, doch trotz aller Sicherheitsvorkehrungen ist es fast unmöglich, einen Angriff mit einem Auto bzw. Transporter als Waffe auf eine Großveranstaltung komplett auszuschließen.
Wie auch „Krone“-Journalist Christoph Engelmaier, der zu den Feierlichkeiten rund um den Christopher Street Day nach Berlin gereist war, bestätigte, waren die Straßen mit Pollern und Absperrungen gesichert. Offenbar war dies beim Großen Tiergarten, wo die Terrorfahrt ihren Anfang nahm, nicht lückenlos möglich gewesen – und genau dort hatte Abdul Ballout zugeschlagen, bis ein Baum seine Terrorfahrt bremste und er zu Fuß flüchtete.
Österreich-Bezug zum Hauptverdächtigen gibt es vorerst keinen, allerdings werden alle deutschen Außengrenzen – und damit auch jene zu Österreich – überwacht.











Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.