KI macht Cyberangriffe raffinierter und Menschen arbeitslos: Der Tiroler Klaus Gheri, Europachef des Cyber-Sicherheitsunternehmens Barracuda Networks, zeichnet ein düsteres Bild der digitalen Zukunft. Warum es am Ende doch noch Hoffnung gibt, erfahren Sie im Interview.
„Krone“: KI verändert die Spielregeln für sowohl Angreifer als auch Verteidiger. Wie macht sich das in Ihrem beruflichen Alltag bemerkbar?
Klaus Gheri: Wir sehen seit einiger Zeit, dass die Qualität der Angriffe, gerade der klassischen wie dem „Prinz von Nigeria“-Brief, der früher relativ einfach zu erkennen war, deutlich gestiegen ist. Mit KI ist es zu einer Beschleunigung gekommen, es wird mehr generiert, und das, was generiert wird, ist teilweise so gut, dass es selbst für geschulte Augen schwer zu erkennen ist. Die Trends der neueren Zeit gehen Richtung Deepfakes, die leichter zugänglich werden – man versucht, das einzugrenzen, aber die bösen Jungs werden sich nicht an Gesetzgebung halten, das ist klar. Und das Letzte ist die Schwachstellen-Thematik, eben Mythos und Co., was meiner Meinung nach nur ein Erstling ist und wo mehr kommen wird.
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