Golf-Ass Bernd Wiesberger geht als bestplatzierter Österreicher ins Finale der Austrian Alpine Open. Dem Burgenländer gelang am Samstag in Kitzbühel eine 64er-Runde. Er schob sich von Platz 30 auf Rang fünf vor und liegt vier Schläge hinter dem führenden Japaner Kota Kaneko.
Sepp Straka ist nach einem 68er-Tag 16. und braucht bei sechs Schlägen Rückstand für den Sieg nun ein kleines Wunder. Mit ihm gleichauf geht der Tiroler Maximilian Steinlechner in den Schlusstag.
„Ganz anderes Gefühl gehabt“
Wiesberger hatte nach einem frustrierenden Freitag (69er-Runde) mit einem Sprung ins Wasser Abkühlung unweit des Golfplatzes gesucht. „Ich habe am Schwarzsee einen mentalen Cut gemacht und heute ein ganz anderes Gefühl am Golfplatz gehabt. Es war um einiges entspannter. Dann sind einige Dinge in meine Richtung gelaufen“, erzählte der 40-Jährige. Er startete am „Moving Day“ mit einem Birdie, dem er im Laufe der Runde noch sechs weitere folgen ließ.
Nur ein Bogey ergab schließlich sein bisher bestes Tages-Score und mit elf unter Par einen Platz in den Top 10, was Chancen fürs Finale und seinen möglichen zehnten Sieg auf der DP World Tour öffnet. „Ich muss schauen, dass ich in eine ähnliche Zone komme wie heute und einen guten Start habe. Es braucht eine richtig gute Runde morgen“, meinte Wiesberger.
Glückloser Straka
Straka erlebte indes einen über weite Strecken glücklosen Nachmittag: Mal ließ ihn der Abschlag im Stich, mal kam der Putter nicht auf Betriebstemperatur. So bilanzierte der vierfache Sieger auf der PGA-Tour mit zwei Birdies. „Es war ziemlich zach. Ich habe auf den ersten Neun den Ball wirklich nicht sehr gut getroffen – dafür aber auf den zweiten Neun, aber wieder nichts gelocht. Der Putter war eigentlich den ganzen Tag ziemlich kalt. Aber so ist halt Golf. Man hat ganz selten alle Sachen gut zusammen“, lautete das Resümee des 33-Jährigen.
Dass wenigstens zwei Birdies gelangen – eines davon am Stadion-Schlussloch unter lautem Jubel der Tausenden Zuschauer -, könnte noch etwas wert sein, so der Weltranglisten-18. „Auch wenn es sich für den Sieg nicht ausgeht, ist das ziemlich wichtig, sodass ich mich morgen noch weit nach vorne spielen kann.“
Straka/Steinlechner-Flight am Sonntag
Steinlechner hat wie Straka ein Ergebnis von neun unter Par stehen. Der Innsbrucker kam zum dritten Mal in Folge gut in den Tag, spielte zwei Birdies auf den Bahnen eins und drei. Der Tiroler ließ dem noch drei weitere Schlaggewinne, aber auch drei Bogeys folgen. „Ich habe weder besonders gut noch besonders schlecht gespielt – einfach solide. Es ist für morgen eine ganz gute Ausgangsposition“, sagte der 26-Jährige, der dann vor allem ein gutes Ergebnis anpeilt. „All in“ wolle er nicht gehen, „da kriegt man schnell einen drauf.“
Am Sonntag wartet eine Frühschicht, das Finale beginnt wegen in der zweiten Tageshälfte erwarteter Unwetter um 6.30 Uhr. Straka und Steinlechner schlagen dabei in einem Flight um 7.06 Uhr ab, Wiesberger steht ab 8.18 Uhr auf dem Platz.
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