Hetzjagd im Netz

Katze bestialisch getötet: Region nun angefeindet

Tirol
15.05.2026 13:30

Der Fall sorgt österreichweit und über die Grenzen hinaus für Fassungslosigkeit: Nun reagiert Andreas Brugger, Bürgermeister von Brixen im Thale in Tirol (Bezirk Kitzbühel), auf das grauenvolle Töten einer Katze durch vier Männer in seiner Gemeinde. Der ganze Ort sei davon betroffen. Er wehrt sich gleichzeitig gegen eine Hetzjagd im Netz gegen die Region.

„Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von dieser Tat“, betont Andreas Brugger im Gespräch mit der „Krone“. Vier junge Männer haben, wie berichtet, ein wehrloses Kätzchen mit einem Bolzenschussgerät und durch Draufschlagen mit einer Schneeschaufel auf einem Schotterplatz in der Tourismusgemeinde brutalst getötet und das Verbrechen auch noch gefilmt. 

Zwei Verdächtige aus Brixen
Es sei nicht zu glauben, wie Menschen so etwas tun können, zeigt sich der Ortschef – selbst großer Katzenfreund – erschüttert. „Im Ort und in der Region herrscht Schockstarre“, schildert er. „Tierquälerei hat bei uns absolut keinen Platz.“ Zwei der Verdächtigen seien aus Brixen, zwei weitere aus anderen Orten. Alle haben die Tat inzwischen bei der Polizei gestanden.

Zitat Icon

Das ist eine sehr schwierige Zeit für einen kleinen Ort wie Brixen, in dem es ein sehr gutes Miteinander gibt. Tierquälerei hat absolut keinen Platz.

Andreas Brugger, Bürgermeister Brixen im Thale

„Das ist eine sehr schwierige Zeit für einen kleinen Ort wie Brixen, in dem es ein sehr gutes Miteinander gibt.“ Jeder, der das Video gesehen habe, müsse das Gesehene jetzt aufarbeiten.

Vier Männer haben eine wehrlose Katze (Symbolbild) in Brixen auf grausame Weise getötet und das ...
Vier Männer haben eine wehrlose Katze (Symbolbild) in Brixen auf grausame Weise getötet und das auch noch gefilmt – dies hat jetzt auch negative Auswirkungen auf die Region.(Bild: pixel-shot.com (Leonid Yastremskiy) – stock.adobe.com, Johanna Birbaumer, Krone KREATIV)

Warnung vor Geiselhaft und Hetzjagd
Gleichzeitig warnt Brugger davor, die Familien der Verdächtigen quasi in Geiselhaft zu nehmen, wie es in den sozialen Medien geschieht: „Die tragen keine Verantwortung.“ Auch Kommentare und Aufrufe in den sozialen Medien, die Region wegen der brutalen Tat künftig zu meiden, hält er für bedenklich. „Kein Ort, keine Region kann etwas dafür“, betont Brugger.

Gemeinde im Austausch mit Polizei
Die Gemeinde stehe in dauerhaftem Austausch mit der Polizei. „So etwas wollen wir nicht im Ort haben“, betont der Bürgermeister.

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