Ernüchternde Bilanz

E-Scooter: Viele Lenker kennen neue Regeln nicht

Chronik
15.05.2026 13:25
Vor dem Hintergrund der neuen E-Scooter-Vorschriften hat die Vorarlberger Polizei eine landesweite Schwerpunktaktion durchgeführt. Die Bilanz ist ernüchternd: Viele Lenker kannten die Regeln nicht, einige waren mit weit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Ein Roller wurde sogar mit 70 Kilometern pro Stunde gemessen.

Am 13. Mai hat die Polizei in allen vier Bezirken des Landes ganz gezielt Personen unter die Lupe genommen, die mit E-Scooter unterwegs waren. Anlass waren die seit Anfang Mai geltenden neuen gesetzlichen Bestimmungen für E-Scooter. Die Beamten überprüften dabei insgesamt rund 35 Fahrzeuge und deren Lenker.

Viele Verstöße aus Unwissenheit
Dabei zeigte sich, dass viele der neuen Regeln offenbar noch nicht bei den Fahrern angekommen sind. So missachteten fünf von acht kontrollierten Lenkern unter 16 Jahren die für sie geltende Helmpflicht. Zwölf weitere E-Scooter waren noch nicht mit den nun obligatorischen Blinkern ausgestattet. Laut eigenen Angaben war den Betroffenen die geänderte Gesetzeslage nicht bekannt – sie wurden von den Beamten aufgeklärt und abgemahnt.

Anzeigen wegen hoher Geschwindigkeit
In mehreren Fällen mussten die Beamten jedoch auch Anzeigen erstatten. Fünf E-Scooter wiesen erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen auf. Ein Roller erreichte sogar eine gemessene Spitzengeschwindigkeit von 70 km/h, ein weiterer wurde mit 52 km/h gestoppt. Drei andere Fahrzeuge waren mit über 40 km/h unterwegs. Angesichts der offensichtlichen Notwendigkeit hat die Vorarlberger Polizei bereits weitere Schwerpunktkontrollen dieser Art angekündigt.

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