Mehrfachbelastung etc.

Jede zweite Frau erlebt Müdigkeit als Dauerzustand

Gesund
23.04.2026 17:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ungefähr jede zweite befragte Frau (54 Prozent) erlebt Schlafmangel und Müdigkeit als Dauerzustand. 66 Prozent haben gelernt, „Müdigkeit als normal hinzunehmen“. Das geht jetzt aus einer österreichweiten Umfrage mit 1000 Teilnehmerinnen hervor.

Demnach wird bei 44 Prozent der Befragten der Schlaf regelmäßig durch Pflegearbeit wie die Betreuung von Kindern unterbrochen. Diese nächtliche Verantwortung liege in erster Linie bei ihnen, sagten die meisten Befragten (68 Prozent). Nur 15 Prozent teilen sich diese etwa gleich auf. Die Frauen sagten, im Vergleich zu Männern gesellschaftlich stärker dazu erzogen worden zu sein, sich für andere verantwortlich zu fühlen. Sie stellen sich auch selbst häufiger hinter berufliche oder familiäre Anforderungen zurück.

Laut der Studie, die Pure Encapsulations mit TQS Research & Consulting durchgeführt hat, schläft jede dritte befragte Frau weniger als sechs Stunden pro Nacht an Werktagen. Etwas mehr als die Hälfte wacht zweimal oder öfter auf. Die meisten (61 Prozent) schlafen sieben bis acht Stunden in der Nacht. Dennoch fühlen sie sich im Alltag trotzdem häufig und unabhängig von der Schlafdauer erschöpft.

Ein Teil sagte, die anhaltende Erschöpfung bereits ärztlich abgeklärt zu haben. Dabei fühlten sich die Befragten (54 Prozent) mit ihrem Problem tendenziell nicht ernst genommen. So wurde etwa gesagt, dass dies in ihrer Lebenssituation „normal“ sei. Oft wurden psychische oder hormonelle Faktoren als Ursache angeführt. Viele Frauen würden erleben, dass sie Müdigkeit und Erschöpfung auszuhalten hätten, sagte Tina Werner von Pure Encapsulations. Besonders deutlich sei die Belastung bei den 30- bis 44-Jährigen.

Viele gesundheitliche Folgen
„Viele Frauen merken erst spät, wie sehr sich Anspannung und Mehrfachbelastung auf ihren Schlaf auswirken“, sagte Schlafexpertin Elke Doppler-Wagner. Dann beginne eine Negativspirale mit Bedürfnisstörungen wie gesteigerter Nervosität und Aggressivität, Neigung zu depressiven Verstimmungen und verminderter Lebensfreude. Körperliche Folgen seien etwa Herzrasen, Magen/Darmprobleme oder Tinnitus.

Medikamente zum Einschlafen sollten maximal sechs Wochen lang eingesetzt werden. Fachleute empfehlen für einen erholsamen Schlaf unter anderem Verhaltenstechniken gegen „Grübelgedanken und negative Glaubenssätze“, Atemtechniken und Entspannungsübungen.

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