Noch diese Woche versuchen vier Redakteure und drei Redakteurinnen der „Steirerkrone“, ihre Fastenziele umzusetzen. Der Social-Media-Verzicht fühlt sich dabei wie ein Entzug an. Kommt die erwartete Erleuchtung zu Ostern?
Mit etwas Genugtuung habe ich die letzte Fasten-Kolumne meines Kollegen Jakob Traby gelesen, der gerade dem Fleisch den Kampf ansagt. Ich bin nicht allein. So wie er kürzlich eine Jause seiner Kinder fertig gegessen hat und erst danach an den Schinken darin dachte, so schnell zücke ich immer wieder mein Handy und öffne eine App. Einmal ist es Facebook, dann Instagram. Nur um gleich darauf die App wieder zu schließen. Fastenziel bleibt Fastenziel. Na gut, letzte Woche schlossen sich die Apps nicht immer „gleich darauf“, sondern manchmal auch „fünf Minuten darauf“.
Wir Menschen sind Gewohnheitstiere – und wie gewöhnt ich an soziale Medien bin, wurde mir in dieser Fastenzeit wirklich bewusst. Für Kinder kommt in Österreich jetzt eine Social-Media-Altersbegrenzung von 14 Jahren. Tausende Schüler haben in den letzten Wochen sogar ganz auf ihr Handy verzichtet. Feedback: vorwiegend positiv. Das kann ich nicht unterstreichen. Mir fehlt das Kopf-aus-und-einfach-scrollen, der Verzicht fällt schwerer als gedacht. Manchmal frage ich mich, ob uns Erwachsenen eine vorgeschriebene Begrenzung sozialer Medien auch guttäte. Vielleicht überkommt mich in den nächsten Tagen aber noch die erwartete, große Erkenntnis, wie gut mir der Verzicht tut. Ostern – Hoffnung und Neuanfang, oder so?
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