Krimi um TV-Star

Wie Kaltenegger seinen „Goldrausch“ bezahlte

Wirtschaft
05.06.2026 05:00

Sein Leben glänzte bisher wie Gold – jetzt ziehen dunkle Wolken über das umstrittene Geschäftsmodell von TV-Star Helmut Kaltenegger: Razzia in Liechtenstein!

In der Reality-Doku „Eine Familie wie ein Goldrausch“ flimmert das luxuriöse Leben der Kalteneggers für jedermann über den Bildschirm. Zwischen Bildern vom Opernballbesuch mit Deutschlands Komiker Oliver Pocher als Logengast und Werbetestimonial reihen sich Villen, sündteure Autos und Jachten.

Kreative Edelmetall-Deals stehen im Visier der Justiz
Leisten kann sich Helmut Kaltenegger alles durch ein – sagen wir einmal – äußerst kreatives Geschäftsmodell. Kurz erklärt: Es geht um Goldkauf mit Rabatten von bis zu 70 Prozent samt der Aussicht auf großzügige Gewinne. Alles dreht sich um das Unternehmen TGI mit Sitz in Liechtenstein.

Während in Österreich die Finanzmarktaufsicht betont, dass für diese Edelmetall-Deals keine Genehmigung vorliegt, kam es jetzt in Vaduz zum Knalleffekt. Die Firmenzentrale wurde im Auftrag der liechtensteinischen Staatsanwaltschaft durchsucht – Krone+ berichtete zuerst.

Bei der Razzia geht es um den Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betrugs, der Geldwäsche sowie möglicher Verstöße gegen das Bankengesetz. Für Kaltenegger und andere gilt die Unschuldsvermutung.

Helmut Kaltenegger mit Ehefrau Katarina
Helmut Kaltenegger mit Ehefrau Katarina(Bild: Juerg Christandl)

Die Ermittlungen sind auch ein Schock für den finanziell angeschlagenen Fußballklub Austria Klagenfurt. Denn der Edelmetall-Händler ist auch einer der Großsponsoren. „Wir können über Helmut nur das Beste und Danke sagen“, so Austria-Sportfunktionär Matthias Dollinger.

Indes nahm Anwalt Robert Weik zu den Vorwürfen Stellung. Er verwies darauf, dass man sich gegenüber den Behörden kooperativ zeige. „Es gibt keine einzige Strafanzeige von einem TGI-Kunden.“ Für ihn sei es auch überraschend, dass der Bericht von einer renommierten Wirtschaftsprüferkanzlei kritisiert werde.

Helmut Kaltenegger selbst ist optimistisch: „Wir werden alles lückenlos und transparent vor der Staatsanwaltschaft auf den Tisch legen.“

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