Keine Brüder-Hilfe

„Beim Rennen ist er gleich wie jeder andere“

Die Innerhofer-Brüder Manuel und Hans-Peter starten Sonntag bei der Berglauf-EM in Slowenien im Up and Down. Die Form stimmt. Dass sie gemeinsam starten, ist ab dem Startsignal nichts mehr wert. „Wenn das Niveau so hoch ist, musst du auf dich selbst schauen.“

Die Anreise erfolgte noch gemeinsam mit den weiteren 14 österreichischen Athleten. Ertönt das Startsignal, kämpfen die Zwillinge Manuel und Hans-Peter Innerhofer bei der Berglauf-EM im slowenischen Kamnik aber für sich. „Er ist beim Rennen für mich gleich wie jeder andere“, erklärt Manuel. Bei der so starken Konkurrenz aus Spanien, Italien oder England bliebe keine Zeit für brüderliches Taktieren, müsse man egoistisch sein. „Wenn das Niveau so hoch ist, musst du auf dich selbst schauen, bist du voll auf dich alleine gestellt.“

Das Duo greift im Up and Down – Ziel ist eine Top-Ten-Platzierung – am Sonntag an. Für Hans-Peter ein großes Highlight: „Wir haben unseren vollen Fokus auf die EM gelegt – alles andere hat danach noch Zeit.“

„Brutale Wurzeln“
Die Strecke wird das Pinzgauer Duo – LC Oberpinzgau-Klubkollege Sebastian Falkensteiner verpasste die Quali – herausfordern. 13,1 Kilometer sowie 970 Höhenmeter sind zu bewältigen. „Es ist brutal anspruchsvoll und herausfordernd. 80 Prozent laufen wir im Wald mit brutalen Wurzeln“, hat Manuel Innerhofer Respekt.

Die Form stimmt allerdings: „Die letzten Rennen sind gut verlaufen. Das hat mich gewundert, weil ich im Winter nicht so gut trainiert habe.“ Bruder Hans-Peter drückte zuletzt wieder die Schulbank und machte die Ausbildung zum Trailrunning-Instruktor: „Ich habe viel gelernt.“

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