Der Ausbau der erneuerbaren Energie stößt in der Steiermark auf immer stärkeren Widerstand. Der Bau von Wasserkraftwerken wird meist ebenso vehement abgelehnt wie die Errichtung von Windrädern. Oft ist die Rede von „Verschandelung der Landschaft“ – gleichzeitig beschwert sich aber kaum jemand, wenn zu Lasten von Grünraum riesige Shoppingcenter und Fabrikshallen aus dem Boden gestampft werden. Die Alternative wäre Atomkraft – ein brandgefährliches Spiel!
Wie wir heute berichten, wurden in der Steiermark rund 4800 Hektar zusätzliche Flächen als potenzielle Windkraftstandorte ausgewiesen. Bis zu 150 zusätzliche Windkraftanlagen könnten in unserem Bundesland entstehen. Der Widerstand lokaler Bürgerinitiativen ist vorprogrammiert: Obwohl es strenge Natur- und Tierschutzauflagen für die Errichtung gibt, werden die Projekte meist sofort abgelehnt. Oft mit der Befürchtung, die Landschaft würde durch die riesigen Räder „verschandelt“.
Weniger groß ist die Aufregung, wenn neue Straßen gebaut oder riesige Fabrikshallen aus dem Boden gestampft werden, die nach einigen Jahren oft wieder leerstehen. DIESE Verschandelung der Landschaft wird meist mit Achselzucken zur Kenntnis genommen.
Wird erneuerbare Energie per se torpediert, rückt allerdings die Rückkehr von Atomkraft immer näher. Schon gut die Hälfte der Österreicher kann sich AKWs zur Deckung des Energiebedarfs vorstellen. Doch wollen wir das wirklich? 40 Jahre danach leidet die Region um Tschernobyl noch immer unter den Folgen der Reaktorkatastrophe von 1986. Die Gegend ist auf Jahrhunderte verstrahlt, noch immer gibt es Krebsfälle. Seien wir froh, dass Österreich von dieser unglaublichen Gefahr bis dato verschont geblieben ist!
Einen schönen Mittwoch!
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