Lange Zeit verursacht Knochenschwund keine Beschwerden – meist erst, wenn ein Wirbel oder der Oberschenkelhals bricht. Frauen sind davon deutlich häufiger betroffen als Männer. Besonders nach der Menopause steigt das Risiko, da das Hormon Östrogen abnimmt. Umso wichtiger ist deshalb die Früherkennung!
Bei dieser chronischen Erkrankung, die das Skelett betrifft, nehmen Knochenmasse und Knochenstruktur ab – so stark, dass Knochen porös werden und deutlich schneller brechen. Viele Patientinnen erfahren erst nach einer Fraktur, dass ihre Knochen bereits stark geschwächt sind und Osteoporose vorliegt.
„Der Hausarzt spielt bei der Früherkennung eine Schlüsselrolle. Bei Patienten ab dem 50. Lebensjahr und vor allem bei Frauen in der Postmenopause (nach dem Wechsel) wird eine Bewertung des Risikos durch den Arzt empfohlen“, betont auch der Wiener Allgemeinmediziner Dr. Christian Maté.
Knochendichtemessung wird empfohlen
Wie porös die Knochen sind, lässt sich messen: Eine Knochendichtemessung, die sogenannte Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA), zeigt früh, ob die Knochenmasse abnimmt. Frauen mit erhöhtem Risiko, etwa direkt zu Beginn der Menopause oder bei früher Menopause, sollten sich ärztlich beraten lassen.
Die Knochendichtemessung ist eine Untersuchung mit schwachen Röntgenstrahlen, die in einem radiologischen Diagnosezentrum durchgeführt wird. Sie ist völlig schmerzfrei und erfordert keine besondere Vorbereitung oder Injektion von Kontrastmittel. Die Knochendichtemessung mittels DXA erfolgt im Liegen mit einem speziellen Röntgenscanner und dauert nur wenige Minuten.
Für die untersuchten Regionen, Lendenwirbelsäule und Oberschenkelhals beidseits wird der sogenannte T-Wert („T-Score“) bestimmt. Je niedriger dieser Wert ist, desto geringer ist die Knochendichte. Ein T-Score zwischen -1,0 und -2,5 spricht für Osteopenie, ein T-Score von -2,5 oder niedriger für Osteoporose.
Bei Patienten ab dem 50.Lebensjahr und vor allem bei Frauen in der Postmenopause (nach dem Wechsel) wird eine Bewertung des Risikos durch den Arzt empfohlen

Dr. Christian Maté, Allgemeinmediziner, Wien
Bild: Eva Manhart
Es gibt Medikamente
Medikamente (z.B. Knochenabbau-Hemmer, Arzneien für Knochenaufbau) Nahrungsmittel für mehr Kalzium
Lebensstil ist entscheidend
Neben der ärztlichen Kontrolle spielt der Lebensstil eine zentrale Rolle. Abgesehen von ausgewogener Ernährung sollten vor allem Frauen nach dem Wechsel auf ausreichend Bewegung achten, am besten im Freien. Das Sonnenlicht aktiviert die Vitamin-D-Bildung. Überdies wird auch regelmäßiges Kraft- und Belastungstraining empfohlen, um den Knochenaufbau anzuregen. Rauchen und hoher Alkoholkonsum schwächen dagegen die Knochenstabilität.
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