„Erheblicher Druck“

AKM fordert KI-Vergütung für heimische Musiker

Digital
25.03.2026 11:50
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das weltweite Wachstum des Musikmarkts mit steigenden Umsätzen in der Musikindustrie bildet laut AKM nicht die wirtschaftliche Realität der in Österreich lebenden und schaffenden Musiker ab. Profitieren würden vor allem internationale Konzerne und einzelne große Marktteilnehmer, zudem steige der Anteil der rein KI-generierten Musikprodukte. Die Verwertungsgesellschaft fordert daher eine KI-Vergütung.

Nur 1,5 Prozent der AKM-Mitglieder haben demnach im Vorjahr mehr als 1000 Euro an Vergütung für die Music-On-Demand-Nutzung ihrer Werke erhalten. Zugleich habe die Streamingplattform Deezer kürzlich bekannt gegeben, dass rund 39 Prozent aller täglich hochgeladenen Musiktitel vollständig KI-generiert sind. Diese Entwicklung erzeuge „erheblichen Druck“ auf die Einnahmen der österreichischen Musikschaffenden, da es derzeit keine Vergütung für die Verwendung ihrer Werke als Grundlage für das Training von Künstlicher Intelligenz gibt.

Positive Signale aus dem Justizministerium
„Es darf nicht sein, dass kreative Arbeit immer weiter entwertet wird, während maschinengenerierte Systeme den Wert abschöpfen. Wir brauchen dringend faire Regeln, damit unsere Künstlerinnen und Künstler auch im digitalen Zeitalter von ihrer Arbeit leben können“, mahnt AKM-Präsident Peter Vieweger.

Während sich auf europäischer Ebene bisher keine Fortschritte abzeichnen, würden erste Signale aus dem österreichischen Justizministerium kommen. Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) habe bereits betont, dass Künstlerinnen und Künstler eine angemessene Entschädigung für die Verwendung ihrer Werke zum KI-Training erhalten müssen.

Appell an Rundfunk
Die AKM appelliert daher an die Bundesregierung, im Rahmen der Musikstrategie eine „praxisorientierte Grundlage für Vergütungsansprüche zu schaffen und so die Zukunft der österreichischen Musikschaffenden zu sichern“. Zugleich wird die Rolle des heimischen Rundfunks betont. „Würden österreichische Radio- und Fernsehsender wieder verstärkt Musik aus Österreich spielen, hätte dies positive Effekte für Sichtbarkeit, Einkommen und kulturelle Vielfalt.“

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