Asfinag warnt

„Keine Digitale Vignette“: Ärger um falsche Strafe

Burgenland
13.06.2026 05:50

Betrüger nehmen derzeit Autofahrer ins Visier, um bei den angeblichen Mautsündern abzukassieren. Die Asfinag warnt vor dem aktuellen Trick rund um die digitale Vignette.

Da staunte eine viel beschäftigte Unternehmerin aus Rust im Burgenland nicht schlecht, als sie im Juni per E-Mail eine Zahlungserinnerung auf ihrem Firmencomputer zugestellt bekam. Absender war scheinbar das Service-Center der Asfinag-Mautaufsicht. „Bei unserer letzten automatisierten Routinekontrolle wurde leider festgestellt, dass für Ihr Fahrzeug zum Zeitpunkt der Autobahnnutzung keine gültige Digitale Vignette in unserem Zentralregister hinterlegt war“, heißt es in dem vermeintlich offiziellen Schreiben. Die Gewerbetreibende ging zwar davon aus, über eine korrekte digitale Vignette zu verfügen, aufgrund der Zahlungserinnerung war sie sich dann aber nicht mehr so sicher.

Bei angeblichen Mautsündern soll abkassiert werden.
Bei angeblichen Mautsündern soll abkassiert werden.(Bild: P. Huber)

Wer dem Link folgt, tappt den Tätern in die Falle
Angedroht war ein Verwaltungsstrafverfahren mit bis zu 3000 € Geldbuße. „Auf dem sogenannten Kulanzweg wurde mir eine 48-Stunden-Frist eingeräumt, um rückwirkend eine Zehn-Tagesvignette für nur 12,36 Euro zu erwerben. Zur Nachzahlung bin ich auf einen Link verwiesen worden. Bei Einhaltung aller Auflagen wurde die Tilgung der Ersatzmautforderung von 120 Euro versprochen“, so die Unternehmerin.

Sie schöpfte Verdacht. Vor dem nachträglichen Vignettenkauf wandte sie sich an die Asfinag. Dort war die neue Betrugsmasche aufgrund der Anrufe vieler verwunderter Kunden längst bekannt.

Mit diesem Schreiben versuchen derzeit Betrüger im Namen der Asfinag illegal zu Geld und den ...
Mit diesem Schreiben versuchen derzeit Betrüger im Namen der Asfinag illegal zu Geld und den persönlichen Daten von angeblichen Mautsündern zu gelangen.(Bild: Krone-Collage/Screenshot)

Größte Vorsicht vor dieser Phishing-Mail-Welle
Die Asfinag warnt eindringlich: „Bitte keine Links anklicken oder öffnen und keine Daten bekannt geben!“ Mit Nachdruck wird darauf hingewiesen, dass die in der fälschlicherweise als Asfinag-Nachricht getarnten E-Mail angegebene Summe untypisch sei.

„Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten versuchen wir ebenso technische Maßnahmen zu setzen, um gegen die in der Mail enthaltenen Links aktiv vorzugehen“, teilt Andreas Steindl, Asfinag-Sprecher für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, mit. Wichtiger Hinweis: „Obwohl die betrügerischen E-Mails meistens im Asfinag-Design übermittelt werden, ist an den Absender-Adressen klar zu erkennen, dass Kriminelle am Werk sind.“ 

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