Appell an Private

BlackRock-Chef warnt: KI verstärkt Ungleichheit

Digital
24.03.2026 07:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock, Larry Fink, warnt vor wachsender Ungleichheit durch Künstliche Intelligenz. „Der in den vergangenen Generationen geschaffene enorme Reichtum floss zumeist an Menschen, die bereits über Finanzvermögen besaßen“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten jährlichen Schreiben an die Aktionäre. „Nun droht die KI, dieses Muster noch zu verstärken.“

Fink, der den weltgrößten Assetmanager mit einem Vermögen von rund 14 Billionen Dollar leitet, nutzt seine viel beachteten Briefe regelmäßig, um die Bedeutung langfristiger Investitionen hervorzuheben. Obwohl zuletzt mehr Privatpersonen den Weg an die Märkte gefunden hätten, sei die Beteiligung immer noch bescheiden. Dies gelte insbesondere für Aktien und andere traditionelle Anlageformen zum Aufbau von Wohlstand. „Die Geschichte lehrt, dass transformative Technologien einen enormen Wert schaffen.“ Ein Großteil dieses Wertes fließe den Unternehmen zu, die sie entwickeln und einsetzen, sowie den Investoren, denen sie gehören.

  Für Fink ist KI nicht mehr wegzudenken. Sie sei von zentraler Bedeutung für den strategischen Wettbewerb zwischen den USA und China. Nachhaltige Investitionen seien erforderlich, in Forschung, Infrastruktur, Fachkräfte und in die Kapitalmärkte. Investoren zeigten sich zuletzt zunehmend besorgt, dass die schnell wachsende Verbreitung von KI etablierte Geschäftsmodelle gefährden könnte.

Investitionen am Finanzmarkt trotz Volatilität sinnvoll
„Eines ist klar: KI wird einen erheblichen wirtschaftlichen Wert schaffen“, betonte Fink. „Die Herausforderung und zugleich die Chance besteht darin, die Teilhabe an diesem Wachstum zu gewährleisten.“ Trotz der anhaltenden Marktvolatilität forderte Fink die Kunden auf, investiert zu bleiben. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe sich jeder in den Index S&P 500 investierte Dollar mehr als verachtfacht.

Die Finanzmärkte wurden in den vergangenen Wochen durch mehrere geopolitische und makroökonomische Schocks erschüttert, darunter den Iran-Krieg. „Wir leben in einer Zeit, in der Dinge, die ein Jahrzehnt geprägt hätten, zur Routine geworden sind: Kriege mit globalen Auswirkungen, Billionen-Dollar-Unternehmen, eine grundlegende Neuordnung des internationalen Handels und das Aufkommen der bedeutendsten Technologie mindestens seit dem Computer“, schrieb Fink. „Die Gefahr besteht darin, dass wir uns so sehr auf den Lärm konzentrieren, dass wir vergessen, was wirklich zählt.“

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