Warner Bros Discovery hat die Tür für eine Übernahme durch Paramount Skydance geöffnet und Netflix unter Druck gesetzt. Das Board erklärte am Dienstag, dass das auf 31 Dollar je Aktie nachgebesserte Angebot von Paramount zu einem besseren Ergebnis führen könne als die bisher vereinbarte Fusion mit dem Streaming-Marktführer.
Zwar sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, man werde die Gespräche jedoch fortsetzen. Netflix hat nun vier Tage Zeit, seine Offerte nachzubessern.
Paramount hatte Warner in der vergangenen Woche mit deutlich verbesserten Konditionen zurück an den Verhandlungstisch geholt. Neben dem höheren Preis je Aktie erhöhte der Konzern die Entschädigungszahlung bei einem Scheitern der kartellrechtlichen Genehmigung von zuvor 5,8 auf sieben Milliarden Dollar.
Zudem will Paramount den Warner-Aktionären für jedes Quartal nach dem 30. September, in dem die Übernahme noch nicht abgeschlossen ist, 25 Cent je Aktie zahlen. Sollten Banken Bedenken bei der Finanzierung äußern, will Paramount darüber hinaus mehr Eigenkapital einbringen.
Netflix bietet bisher 27,75 Dollar je Aktie in bar, was Warner Bros mit 82,7 Milliarden Dollar bewertet. Der Streaming-Pionier will allerdings nur die Filmstudios und das Streaming-Geschäft übernehmen. Warner hatte diesen Deal bisher empfohlen und die Aktionärsabstimmung für den 20. März angesetzt. Zuletzt hatte jedoch der aktivistische Investor Ancora Capital gefordert, das Paramount-Angebot ernsthaft zu prüfen.
Hinter Paramount Skydance stehen David Ellison und sein Vater, der Oracle-Gründer Larry Ellison. Sie setzen darauf, dank ihrer Kontakte zur Regierung von US-Präsident Donald Trump kartellrechtliche Bedenken eher ausräumen zu können als Netflix. Knackpunkt ist der Wert des Kabelfernsehgeschäfts von Warner Bros. mit Sendern wie CNN und HGTV. Der Plan von Netflix sieht vor, diese in ein neues Unternehmen namens Discovery Global auszugliedern. Paramount hält die Sender dagegen für praktisch wertlos.
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