Warner Bros Discovery hat das nachgebesserte Übernahmeangebot von Paramount Skydance zurückgewiesen. Der Rivale erhalte aber sieben Tage Zeit, das Angebot ein weiteres Mal zu überarbeiten, teilte der US-Unterhaltungskonzern am Dienstag mit.
Die bis zum 23. Februar laufende Frist für ein weiteres Offert bedeute aber nicht, dass eine Fusion zustande kommen werde, betonten der Warner-Verwaltungsratsvorsitzende Samuel DiPiazza Jr. und Konzernchef David Zaslav in einem Schreiben an Paramount. „Wir empfehlen weiterhin die Transaktion mit Netflix und stehen voll und ganz dahinter.“ Der Streamingdienst bietet bisher 27,75 Dollar je Warner-Aktie und darf bei einem höheren Gegengebot gleichziehen. Paramount hatte zuletzt 31 Dollar (26,15 Euro) je Aktie als Kaufpreis zur Diskussion gestellt.
Avancen mehrfach zurückgewiesen
Warner hat die Avancen von Paramount mehrfach zurückgewiesen, obwohl das Gebot rund 25 Milliarden Dollar über dem von Netflix liegt. Der Betreiber von Filmstudios und TV-Sendern begründete dies unter anderem damit, dass die Finanzierung der Transaktion auf wackligen Beinen stehe. Paramount warf seinerseits Warner vor, nicht ernsthaft über einen Zusammenschluss zu verhandeln.
Vergangene Woche hatte der Filmproduzent und Streaminganbieter den Warner-Eignern zusätzliche Zahlungen in Aussicht gestellt. Für jedes Quartal, das sich ein Deal hinauszögere, erhielten sie einen Aufschlag von 0,25 Dollar je Aktie. Zudem will der Konzern die Kosten für die 2,8 Milliarden Dollar schwere Vertragsstrafe übernehmen, die Warner bei einem Scheitern der Fusion mit Netflix zahlen müsste.
„Zeit wird knapp“
„Für Paramount wird die Zeit knapp“, sagte Analyst Paolo Pescatore vom Research-Haus PP Foresight. „Es ist in niemandes Interesse, wenn sich diese Sage weiter hinzieht.“ Die Aktien von Warner stiegen am Dienstag im vorbörslichen Handel an der Wall Street um knapp drei Prozent. Die Papiere von Paramount gewannen vier Prozent, während Netflix-Titel stagnierten.
Die Warner-Eigner sollen am 20. März über den Netflix-Deal abstimmen. Bis dahin sollen die TV-Aktivitäten des Konzerns in eine börsennotierte Gesellschaft ausgegliedert werden. An Sendern wie CNN hat Netflix kein Interesse. Warner Bros hält unter anderem die Rechte an Filmklassikern wie „Casablanca“, der „Harry Potter“-Reihe oder der TV-Serie „Game of Thrones“.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.