Public Viewing beim Match Österreich gegen Argentinien wird ein Renner, das ist fix. Und ebenso, dass die frühen Beginnzeiten vielerorts im Burgenland für Mattscheibe in den Lokalen sorgen müssen.
Wenn einander die Herren Alaba und Messi am 22. Juni in Dallas die Hand schütteln, wird es bei uns kurz vor 19 Uhr sein – die beste Zeit, um landauf landab ein Fußballmatch anzuschauen. Schon heute kann behauptet werden, dass die Gastgärten der Lokale prall gefüllt und die Public Viewings ein Renner sein werden, etwa das mächtigste im Burgenland: Auf der Seebühne Mörbisch wird das WM-Spiel gegen Argentinien auf einer 90 m² großen LED-Leinwand live übertragen. Legenden wie Hans Krankl, Toni Polster und Stefan Maierhofer sind dort mit von der Partie.
Anders verhält es sich mit den anderen beiden Gruppenspielen der Österreicher: Anpfiff gegen Jordanien ist am Mittwoch, 17. Juni, um 6 Uhr. Und das Kräftemessen mit Algerien am Sonntag, 28. Juni, startet sogar schon um 4 Uhr. Hier würde sich anbieten, dass die Lokale die Sperrstund’ einfach nach hinten verlegen und für die Nachtschwärmer den Fernseher aufdrehen, oder?
Algerien muss ein Heim-Spiel werden
„Laut Sperrzeitenverordnung müssen Kaffeehäuser um zwei und Nachtlokale um vier Uhr schließen“, heißt es aus der Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Burgenland. „Die frühest mögliche Aufsperrzeit ist um 6 Uhr.“ Somit fällt Public Viewing in Lokalen zumindest beim Algerien-Match flächendeckend flach. Erwartet werde allerdings, dass Gemeinden, Vereine oder regionale Initiativen eigene Veranstaltungen Events auf die Beine stellen.
Jordanien um 6 Uhr live? Alles kein Problem
Interessant kann folglich die Sechs-Uhr-Partie gegen Jordanien werden. „Wir haben fix offen“, sagt Markus Lindner, der Betreiber von Lindi’s Pub in Hornstein, der sich einiges vom Public Viewing zur ungewöhnlichen Uhrzeit verspricht. „Was man so hört in der Umgebung, werden nicht viele Betriebe die Aufsperrzeit vorverlegen.“ Herbert Beck von Jacky’s Mühle in Gols wird es nicht tun. „Angedacht haben wir’s schon. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer kommt.“
Dafür erwartet der Gastronom einen Fan-Ansturm beim Argentinien-Match – wie dies auch Jörg Söls und David Hofer vom Mauerwerk in Eisenstadt tun, die gerade den heimeligen Gastgarten am Domplatz auf Vordermann bringen, damit er rechtzeitig für „Eisenstadt in Weiß“ am Wochenende fertig wird. „Bei uns gibt es alle WM-Partien live zu sehen, die ab 16 Uhr beginnen“, sagt Hofer.
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