Bei den Grazer NEOS knirscht es. Die Bezirksrätin Tamara Altottersbach wurde aus der Partei ausgeschlossen, nachdem es ein Zerwürfnis wegen einer Zustimmungserklärung gegeben hatte. Sie berichtet von „massivem Druck“ seitens der Geschäftsführung.
Ein Parteiausschluss bei den Grazer NEOS sorgt für Aufregung. Tamara Altottersbach, die als Bezirksrätin in Jakomini tätig war, musste mitten im Grazer Wahlkampf „wegen parteischädigenden Verhaltens“ gehen, wie man der „Krone“ bestätigt. Altottersbach berichtet von „massivem Druck“ von der Geschäftsführung. „Weil ich mich kritisch geäußert habe, wurde ich von der Liste gestrichen“, ist sie überzeugt.
Dabei spart sie nicht mit Kritik am Grazer Parteichef: Philipp Pointner habe eine gute Außenwirkung, aber innerhalb der Partei sei die Stimmung oft anders gewesen. „Durch die Bim-Affäre wurde intern Kritik laut, die schon seit einiger Zeit anstand.“ Wie berichtet, soll Pointner im Jänner einen Straßenbahnfahrer beschimpft haben.
Durch die Bim-Affäre wurde intern Kritik laut, die schon seit einiger Zeit anstand.
Tamara Altottersbach
Vonseiten der Partei wird der Bundesvorstandsbeschluss folgendermaßen begründet: Altottersbach habe eine wichtige Unterschrift für die Neos-Kandidatur bei der Bezirksratswahl verweigert, nachdem sie in Jakomini auf Listenplatz drei abgerutscht war. In weiterer Folge habe sie „für ungute Stimmung gesorgt“ und „den Wiedereinzug in den Bezirksrat gefährdet“.
Langfristig wollen die NEOS die Bezirksräte ohnehin abschaffen. Sie plädieren für eine Direktwahl der Bezirksvorsteher und wollen für mehr Demokratie halbjährliche Bürgerversammlungen abhalten. Noch sind das allerdings nur Gedankenspiele – bei der Wahl am 28. Juni treten die Neos erstmals mit Kandidaten in allen 17 Bezirken an.
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