Teure Behörde

Kritik: „Milliarden-Belastung durch Zuwanderung“

Wien
04.06.2026 05:00

Die horrenden Kosten für die Wiener Behörde für Einbürgerungen lassen die Opposition schäumen. FPÖ, ÖVP und Grüne kritisieren in seltener Einigkeit die „nicht effizient verwendeten Ressourcen“ der Abteilung.

Der Wiener Schuldenberg steigt und steigt, einen beachtlichen Brocken zu diesem Gletscherwachstum trägt die MA 35 bei, die Behörde für Einwanderung und Staatsbürgerschaft. Wie berichtet, steigen die Kosten rasant. Mehr als 76 Millionen Euro waren es im Vorjahr, 2026 sollen es gar 81 Millionen Euro sein. Zuständig für die Abteilung: Wiens Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos). Kritik an den Ausgaben kommt von der Wiener Opposition.

„Spitze des Eisbergs“
Die FPÖ empört sich über die „explodierenden Kosten“. Parteichef Dominik Nepp: „Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die wahren Kosten entstehen in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung und Wohnbau. Dort verursacht die Sozialzuwanderung Jahr für Jahr milliardenschwere Folgekosten, die von den Wiener Steuerzahlern finanziert werden müssen.“

FPÖ-Chef Dominik Nepp
FPÖ-Chef Dominik Nepp(Bild: Mario Urbantschitsch)

Er fordert einen Kurswechsel: „Es braucht einen sofortigen Asylstopp, konsequente Abschiebungen von illegalen und straffälligen Migranten sowie ein Ende aller Anreize für die Zuwanderung in unser Sozialsystem.“

„An Staatsbürgerschaftsrecht nicht rütteln“
Die ÖVP kritisiert „die Folge einer verfehlten Wiener Integrations- und Sozialpolitik der vergangenen Jahre“. Klubobmann Harald Zierfuß: „Wien ist seit Langem Magnet durch Mindestsicherung und Sozialleistungen. Dass die Behörde mittlerweile mehr als 76 Millionen Euro kostet und personell aufgestockt wurde, zeigt auch, wie groß der Druck auf das System geworden ist.“ Lösungsvorschlag der Partei: „Umso wichtiger ist vor allem, dass am strengen österreichischen Staatsbürgerschaftsrecht nicht gerüttelt wird.“ Die MA 35 müsse „effizient und zielgerichtet arbeiten“.

ÖVP Klubobmann Harald Zierfuß
ÖVP Klubobmann Harald Zierfuß(Bild: GARIMA SMESNIK)

„Managementversagen“
Die Grünen lassen ebenso kein gutes Haar an der Behörde. „Wie im Bildungsbereich zeigt sich auch hier ein Managementversagen der Neos. Die angekündigten Reformen greifen immer noch nicht“, erklärt Integrationssprecherin Berivan Aslan. „Die MA 35 ist mit viel Geld und Personal ausgestattet, und dennoch ist sie für 92 Prozent der Säumnisbeschwerden beim Verwaltungsgerichtshof verantwortlich. Das zeigt, dass die Ressourcen nach wie vor nicht effizient verwendet werden.“

Die Behörde selbst ist stolz auf den Einbürgerungsturbo: „2025 wurden in der Inlandseinbürgerung 14.445 Anträge entgegengenommen, eine Steigerung um 56,9 Prozent zum Vorjahr.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung