10.07.2021 05:00 |

Elektro-Manta kommt!

Stellantis stellt um: Nicht nur Opel wird E-Marke

Der Stellantis-Konzern will seinen E-Auto-Anteil massiv ausbauen. Bis 2030 sollen 70 Prozent des Absatzes in Europa und 40 Prozent in den USA mit „Low Emission Vehicles“ erzielt werden. Zu diesem Zweck will das Unternehmen bis 2025 mehr als 30 Milliarden Euro investieren. 

Die 14 Konzernmarken - vom Kleinwagenspezialisten Fiat bis zum Pick-up-Hersteller RAM - sollen bis zu 98 Prozent ihrer Modelle elektrifizieren. Die deutsche Marke Opel soll bis 2028 in Europa zum reinen Stromer-Hersteller werden, Fiat im Zeitraum zwischen 2025 und 2030 - abhängig davon, wie schnell E-Modelle die Preislücke zum Verbrenner schließen. Der weniger von günstigen Kosten abhängige Sportwagen-Ableger Abarth will bereits 2024 rein elektrisch sein. Die US-Marken Dodge und Ram haben für den gleichen Zeitpunkt erste E-Modelle angekündigt. Jeep hat bereits mit der Elektrifizierung seines Angebots gestartet. Alfa Romeo soll bis 2026 zu „e-Alfa“ werden.

Damit alle Marken auch maßgeschneiderte Möglichkeiten bekommen, sind insgesamt vier unterschiedliche Elektro-Plattformen sind geplant. Auf den Varianten STLA Small, Medium und Large sollen Pkw unterschiedlicher Größe aufbauen und Reichweiten bis 800 Kilometer bieten. Für Pick-ups und amerikanische SUV ist die STLA-Frame-Plattform vorgesehen, ebenfalls mit bis zu 800 Kilometern Reichweite. Teilweise sollen die E-Mobile mit 800-Volt-Technik arbeiten und Ladeleistungen bis zu 350 kW erreichen.

Jede Marke hat sich auch einen eigenen E-Slogan verpasst:

  • Abarth - „Heating Up People, But Not the Planet“
  • Alfa Romeo - „From 2024, Alfa Becomes Alfa e-Romeo“
  • Chrysler - „Clean Technology for a New Generation of Families“
  • Citroën - „Citroën Electric: Well-Being for All!“
  • Dodge - „Tear up the streets… But Not the Planet“
  • DS Automobiles - „The Art of Travel, Magnified“
  • Fiat - „It’s Only Green When It’s Green for All“
  • Jeep® - „Zero Emission Freedom“
  • Lancia - „The Most Elegant Way to Protect the Planet“
  • Maserati - „The Best in Performance Luxury, Electrified“
  • Opel/Vauxhall - „Green is the New Cool“
  • Peugeot - „Turning Sustainable Mobility into Quality Time“
  • Ram - „Built to Serve a Sustainable Planet“
  • Commercial Vehicles - „The Global Leader in e-Commercial Vehicles“

Neuerfindung des Manta
Opel will sich nicht nur komplett aufs Elektrische verlegen, die deutsche Traditionsmarke aus Rüsselsheim will mit ihrem E-Auto-Angebot auf den global wichtigsten Automarkt China gehen. „Wir werden Mitte des Jahrzehnts den Manta neu erfinden“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. Das Kultauto des vergangenen Jahrhunderts soll als Elektroversion neu auferstehen - allerdings nicht als Sportcoupé, wie es der Vorfahre war, sondern hochbeiniger Crossover, wie die Skizze vermuten lässt.

Der Astra der Baureihengeneration L, der nächste Woche präsentiert wird, dürfte damit die letzte Neuentwicklung mit Verbrennungsmotor für Europa sein. Er kommt aber selbst noch nicht wie Mokka und Corsa auch als reines BEV. Ihn wird es aber als Hybrid geben. Zudem will Opel in den chinesischen Markt einsteigen - ausschließlich mit Elektroautos.

Das Batterie-Programm wird modular aufgebaut. Neben konventionellen Lithium-Ionen-Akkus ist auch eine Variante ohne das ökologisch und sozial kritische Kobalt vorgesehen. Ab 2026 sollen die Batterien in der platzsparenden und effizienteren Cell-to-Pack-Bauweise hergestellt werden, zum gleichen Zeitpunkt könnten Feststoffbatterien in Serie gehen. Rund 260 GWh benötigt der Konzern nach eigenen Berechnungen ab 2030, ein Teil davon soll aus drei eigenen Werken in Frankreich, Deutschland und Italien kommen. Unter anderem wird eine „Giga-Factory“ in der süditalienischen Stadt Termoli gebaut.

SPX, APA, Stellantis

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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