Kurzfristig mietbare moderne Büroräume sind klar im Trend, YourOffice ist dabei mit sieben Standorten in Wien bzw. Graz führend. Noch heuer aber sperrt man vier weitere auf, und auch in Osteuropa will man stark auf bis zu 40 zulegen. Hinter der Gruppe steht eine heimische Unternehmerfamilie.
Die ORF-Legende Hugo Portisch brauchte 1997 flexible Büroräume für seine Dokumentarfilm-Produktionsfirma und gründete deshalb gleich nach internationalem Vorbild YourOffice. Inzwischen wurde daraus der heimische Marktführer für „Shared Offices“ mit derzeit sechs Standorten in Wien und einem in Graz.
„Das ist ein klarer Trend, in London und Paris ist schon ein zweistelliger Anteil aller Büroflächen so, 30 Prozent könnten es werden. Bei uns wächst die Nachfrage ebenfalls stark, weil internationale Konzerne keine traditionellen Mieten auf fünf bis zehn Jahre mehr wollen“, erklärt Michael Graf, Geschäftsführer und bis kürzlich auch Eigentümer von YourOffice. Gleichzeitig müssen die Firmen ihre Mitarbeiter durch entsprechendes Wohlfühlambiente wieder aus dem Home-Office in die Büros zurücklocken. Die Innengestaltung übernimmt dabei der Spezialist Home of Work von Almuth und Thomas Bene.
Als einziger Anbieter setzt man dabei auf All-inclusive-Mieten samt Cybersicherheitspaket und im Extremfall täglicher Kündigungsfrist. Dieses Konzept wird nun massiv ausgerollt: „Wir eröffnen heuer vier weitere Standorte. Bis 2033 wollen wir insgesamt an die 40 haben.“ In Wien wurden dazu sogar die Häuser der EU-Vertretung sowie der Akademiehof gekauft, man sucht auch konkret in Linz und anderen Landeshauptstädten.
Besondere Chancen sieht Graf jedoch in Osteuropa, kürzlich wurde bereits in Prag und Laibach eröffnet. „Viele internationale Kunden gehen dorthin, wir nutzen die Gunst der Stunde und folgen dem Bedarf.“ Der Umsatz von zuletzt 8,5 Millionen Euro wird daher stark wachsen, „wir planen um 25 bis 30 Prozent Plus pro Jahr“.
Rund ein bis zwei Millionen Euro fließen in jeden neuen Standort – viel Geld, weshalb sich Graf im März über die Holdings Vision Decision und ATL einen finanzkräftigen neuen Eigentümer holte. „Es ist eine österreichische Familie, die im Hintergrund bleiben will.“
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