Tausende Besucher stürmten am Eröffnungstag der Wiener Elektro Tage auf dem Rathausplatz, wo bis Sonntag über 60 neue Elektro-Autos und Plug-in-Hybride ausgestellt werden. Zehn davon feierten ihre Österreich-Premiere! Von den Top-Managern der heimischen Auto-Industrie gab’s klare Bekenntnisse zur Elektrifizierung – und auch mahnende Worte.
„Diese Veranstaltung hat sich extrem entwickelt, hat einen Stellenwert weit über Wien hinaus“, lobte Günther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure bei der Eröffnung der Wiener Elektro Tage. Und wie zur Bestätigung erlebten die Besucher auf dem Rathausplatz gleich zehn Österreich-Premieren – von Audi bis Xpeng. „Wir sehen hier so viele Marken“, so Stephanie Ernst, Obfrau des Wiener Fahrzeughandels, „die Kunden wollen die neue Mobilität definitiv auch fahren.“
Am „Krone“-Stand VW ID. Polo gewinnen!
Das zeigt sich auch am Andrang bei den Wiener Elektro Tagen: Zwanzig Hersteller haben über 60 Modelle ausgestellt, schon am Eröffnungstag herrschte reges Treiben rund um die Autos – Sitzprobe, Kofferraumgröße checken, Infos zu den Antrieben einholen. Auch der „Krone“-Infostand war gut besucht: Dort steht nämlich ein brandneuer VW ID. Polo – und den gibt es dort zu gewinnen!
In zwei Jahren führen E-Autos
Die E-Mobilität zieht – und das unterstreichen auch die Zahlen: 37.000 Ladepunkte gibt es bereits in Österreich, 300.000 E-Auto sind schon unterwegs, letztes Jahr wurden 35 Prozent mehr als im Vorjahr angemeldet, bereits ein Viertel aller Neuzulassungen fährt ausschließlich mit Strom. „Wir erwarten, dass die Batterie-elektrischen Autos bereits 2028 die Benziner als stärkste Gruppe bei den Neuzulassungen überholen“, verrät Philipp Wieser, Leiter der Österreichischen Leitstelle für Elektromobilität.
Markus Wildeis, General Manager von Stellantis Österreich: „Man sieht bei den Wiener Elektro Tagen sehr schön: Die Produktvielfalt ist da, die Leistbarkeit ist auch schon gegeben, und die Reichweite ist auch kein Thema mehr.“
„Jetzt kommen auch die Kleinen“
Für Wolfgang Wurm, Geschäftsführer der Porsche Holding Salzburg, ist der Boom kein Wunder: „Zuerst ist die E-Mobilität bei den großen Autos angekommen, jetzt kommen auch die Kleinen, damit geht es auch in die Breite.“
Und für Wildeis steht fest: „Die E-Mobilität wird sich durchsetzen, weil sie die bessere Technologie ist. Da geht es für Österreich, das 70 bis 80 Prozent der Energie selbst erzeugen kann, auch um Unabhängigkeit. Die Wiener Elektro Tage sind ein Schaufenster der Transformation der Mobilität.“
Forderungen an Politik
Bei der auch die Politik gefordert ist: „Wir sind schon auf dem richtigen Weg, was die Transparenz bei den Kosten für die Kilowattstunde beim Laden oder das Zahlen an Ladesäulen mit Kreditkart anlangt“, so Wurm, „aber da geht noch ein bisschen mehr.“
Der geplante Sachbezug für E-Autos stößt auf Kritik, weil er einen Dämpfer bedeuten könnte. „Man sollte Energiepolitik machen“, fordert Wildeis, „und nicht um 23 Uhr bei Budgetverhandlungen sagen, wo kriegt man 50 Millionen Euro her? Und die zwickt man dann dort weg – und in Wirklichkeit drohen dem Staat später Milliarden an CO2-Strafzahlungen.“
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