Dornbirns Tennis-Herren schlagen am Samstag (11) in der 1. Bundesliga daheim gegen Eisenstadt auf. Dabei dürfen sich die Vorarlberger über die Unterstützung eines Spielers freuen, der zu Wochenbeginn noch in Paris bei den French Open am Platz stand und schon zweimal den Titel beim ATP-Turnier in Kitzbühel holen konnte.
„Natürlich war es nicht mein Plan, dass ich in Paris in Runde eins ausscheide“, gesteht Robin Haase, nach dem er sich mit seinem deutschen Doppelpartner Constantin Frantzen dem indisch-brasilianischen Duo Balaji/Demoliner am Dienstag 3:6, 6:4, 3:6 geschlagen geben musste. „Aber Trainer-Legende Johan Cruyff hat immer gesagt, dass jeder Nachteil einen Vorteil hat. In dem Fall den, dass ich jetzt endlich nach Vorarlberg kommen und für Dornbirn Bundesliga spielen kann.“
Verlorenes „Hasen-Duell“ schmerzt noch
Am Mittwoch setzte sich der 39-Jährige mit Ehefrau Laurie ins Auto und fuhr die über 700 Kilometer von der französischen Hauptstadt in die Messestadt. „Ich wollte bereits im Vorjahr für Dornbirn spielen, aber da ist es sich noch nicht ausgegangen“, verrät der Niederländer, der beste Erinnerungen an Österreich hat. 2011 und 2012 sicherte er sich den Einzeltitel beim ATP-Turnier in Kitzbühel. „Schade, dass ich 2013 das ,Hasen-Duell’ gegen Tommy Haas im Finale der Wiener Stadthalle nicht gewinnen konnte, obwohl ich da bereits mit Break 4:3 voran war.“
Bisherige Versuche scheiterten allesamt
Die Verbindung zu Dornbirn entstand über Martin Fischer und Philipp Oswald, mit dem Haase unter anderem 2019 den Titel beim ATP-Turnier in Umag (Kro) im Finale gegen Oliver Marach und den aktuellen ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer gewinnen konnte. „Ossi und ich sind nicht nur Tenniskollegen, sondern gute Freunde“, erzählt Robin, der es 2013 mit Igor Sijsling bis ins Finale der Australian Opern geschafft hatte, wo das Oranje-Duo den Bryan-Brüdern (US) unterlag. „Wir wollten ihn und seine Familie schon im vorigen Herbst besuchen, aber auch da kam etwas dazwischen.“
Naturmenschen mit Wanderlust
Nun ist der 1,91 Meter-Athlet aber im Ländle angekommen und unternahm mit seiner Frau gleich am Donnerstag eine mehrstündige Wanderung. „Wir sind beide Naturmenschen und eine Wanderung stand auf der To-Do-Liste“, sagt Haase lachend.
Wichtiges Duell mit Eisenstadt
Weniger lustig soll es am Samstag im Bundesliga-Duell (11) für Dornbirns Gegner aus Eisenstadt werden: „Ich bin ready, um sowohl im Einzel als auch im Doppel zu spielen“, präsentiert sich Robin motiviert. Für beide Mannschaften geht es bereits um einiges. Während die TCD-Crew von Teamchef Stefan Bildstein den Auftakt gegen Straßburg auswärts knapp 4:5 verloren hatte, mussten die Burgenländer bereits zwei Niederlagen einstecken – 1:8 gegen Straßburg und ein 4:5 beim TC Harland.
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