Trümmer statt Tempo-Rekord: Bei einem Hochgeschwindigkeitstest ist ein Yangwang U9 Xtreme spektakulär verunglückt. Das Auto wurde regelrecht zerfetzt – nur die Fahrgastzelle blieb intakt. Daher ist der Fahrer im Wesentlichen mit dem Schrecken davongekommen. BYD will trotzdem die 500-km/h-Marke knacken.
Aufnahmen, die am Montag in China veröffentlicht wurden, zeigen den spektakulären Unfall des Elektro-Hypercars. Der Wagen kommt bei hohem Tempo von seiner Linie ab und kracht gegen eine Streckenbegrenzung. Teile fliegen davon, das Wrack bleibt schwer beschädigt liegen. Laut CarNewsChina konnte der Fahrer das Auto selbstständig verlassen und blieb unverletzt.
Wie schnell der U9 Xtreme tatsächlich unterwegs war und wodurch der Unfall ausgelöst wurde, ist bislang nicht bekannt. Ebenso wenig ist geklärt, wann sich der Crash ereignete. Die Aufnahmen wurden erst jetzt öffentlich.
Der schnellste Serienwagen der Welt
Mit diesem Modell hat der chinesische Autokonzern BYD im September 2025 einen spektakulären Weltrekord aufgestellt. Auf dem Prüfgelände in Papenburg erreichte der Yangwang U9 Xtreme 496,22 km/h und übertraf damit die 490,48 km/h, die zuvor ein Bugatti Chiron Super Sport 300+ geschafft hatte.
Hinter der Leistung steckt erheblicher technischer Aufwand. Vier Elektromotoren entwickeln zusammen 2220 kW, also 3019 PS. Dazu kommen eine 1200-Volt-Architektur, eine speziell entwickelte 80-kWh-Batterie und ein aktives Fahrwerk, das die Karosseriebewegungen kontrolliert.
Für den Geschwindigkeitsrekord erhielt der U9 Xtreme eigens entwickelte Semi-Slick-Reifen von Giti, die für Geschwindigkeiten jenseits von 500 km/h ausgelegt sind. Ein gewaltiger Heckflügel und weitere aerodynamische Maßnahmen sollen für Stabilität sorgen.
Ein BYD um drei Millionen Dollar
Der U9 Xtreme ist auch finanziell eine Klasse für sich. Weltweit sollen höchstens 30 Exemplare entstehen. Auf der Automesse in Peking wurden im April 2026 laut BYD Fahrzeuge für jeweils mehr als 20 Millionen Yuan verkauft. Das entspricht ungefähr drei Millionen US-Dollar bzw. rund 2,7 Millionen Euro pro Stück.
Immerhin hat der chinesische Supersportler außer seinem Geschwindigkeitsrekord auch eine beachtliche Rundenzeit vorzuweisen: Die Nürburgring-Nordschleife absolvierte er in 6:59,157 Minuten und durchbrach damit als erstes elektrisches Serienauto die Sieben-Minuten-Grenze.
Nächster Anlauf: 500 km/h
BYD will sich mit den bisher erreichten 496,22 km/h jedenfalls nicht zufriedengeben. Für November hat der Hersteller einen weiteren Rekordversuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt. Diesmal soll der Yangwang auf einer entsprechend gesicherten öffentlichen Straße im Raum Abu Dhabi antreten.
Das erklärte Ziel ist eine Geschwindigkeit von mehr als 500 km/h. Rechnerisch fehlen auf den bisherigen Rekord gerade einmal 3,78 km/h. Bei solchen Geschwindigkeiten müssen Reifen, Aerodynamik, Fahrwerk und Bremsen extremen Belastungen standhalten. Und der Fahrer darf sich keinen Fehler erlauben.
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