Eine riesige Demonstration gegen die Sparpläne der Bundesregierung könnte die Bundeshauptstadt am Donnerstag ins Verkehrschaos stürzen. Bis zu 20.000 Menschen werden auf den Straßen erwartet. Der ÖAMTC warnt bereits vor massiven Staus und stundenlangen Verzögerungen. Wer kann, sollte die Innenstadt mit dem Auto unbedingt meiden.
Stillstand statt Feierabendverkehr: Am Donnerstag droht auf Wiens Straßen wieder einmal eine Geduldsprobe. Unter dem Motto „Alarmstufe Rot – #UnisRetten!“ gehen Tausende Studierende, Lehrende und Universitätsbeschäftigte gegen die geplanten Einsparungen im Bildungsbereich auf die Straße. Laut Veranstalter werden rund 20.000 Teilnehmer erwartet.
Besonders bitter für Autofahrer: Der Protestzug führt mitten durch die Innenstadt – und das teilweise sogar gegen die übliche Fahrtrichtung.
Hier droht am Donnerstag das Stau-Chaos
Bereits um 15 Uhr beginnt die Kundgebung bei der Technischen Universität Wien. Gegen 16 Uhr setzt sich der Demonstrationszug vom Resselpark aus in Bewegung. Über den Karlsplatz, die Lothringerstraße und den Schwarzenbergplatz geht es auf die Ringstraße. Anschließend ziehen die Demonstranten über den Franz-Josefs-Kai und erneut über den Ring bis zur Abschlusskundgebung zwischen Universität und Burgtheater.
Bis etwa 20 Uhr müssen Verkehrsteilnehmer mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Besonders auf dem gesamten Ring, der Zweierlinie und dem Franz-Josefs-Kai sind laut ÖAMTC umfangreiche Staus und Sperren zu erwarten.
Doch damit nicht genug: Auch auf der Spittelauer und Rossauer Lände, der Oberen und Unteren Donaustraße sowie rund um den Praterstern dürfte es eng werden. Weitere Stau-Hotspots sind unter anderem die Praterstraße, der Rennweg, die Prinz-Eugen-Straße, der Schwarzenbergplatz, die Burggasse, die Lerchenfelder Straße, die Josefstädter Straße und die Währinger Straße.
ÖAMTC warnt: Unbedingt auf U-Bahn umsteigen!
Wer glaubt, dem Verkehrschaos über den Gürtel oder die Südosttangente (A23) entkommen zu können, könnte ebenfalls böse überrascht werden. Denn auch diese Ausweichstrecken dürften laut ÖAMTC völlig überlastet sein. Der dringende Appell des Mobilitätsclubs: Das Auto möglichst stehen lassen und auf die U-Bahn umsteigen.
Darum gehen Tausende auf die Straße
Hintergrund der Großdemonstration ist das geplante Universitätsbudget der Bundesregierung für die Jahre 2028 bis 2030. Rund 16 Milliarden Euro sind dafür vorgesehen. Nach Einschätzung der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) wären jedoch mindestens 18 Milliarden Euro notwendig, um die gestiegenen Kosten abzufedern. Es fehlen demnach satte zwei Milliarden Euro.
Die Sorge der Hochschulvertreter: Weniger Lehrveranstaltungen, schlechtere Betreuung und Einschnitte beim Universitätspersonal könnten die Folge sein. Auch an der TU Wien schlägt man Alarm: „Eine Budgetkürzung um 10 Prozent ist keine ‘stabile‘ Finanzierung. Sie ist ein realer Abbau unserer Ressourcen und ein Angriff auf eure Studienbedingungen. Das nehmen wir nicht einfach hin.“
Mit der Großdemonstration wollen Studierende und Universitätsbeschäftigte nun Druck auf die Politik ausüben. Bis zum 31. Oktober hat die Bundesregierung noch die Möglichkeit, beim Budget nachzubessern.
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