Wie beweist man, dass ein Elektroauto hart im Nehmen ist? Volkswagen hat in China eine besonders spektakuläre Antwort gefunden: Der neue ID. Aura T6 wurde in eine gigantische „Popcornmaschine“ gesteckt, auf bis zu 160 Grad erhitzt und darin 50-mal durch die Trommel geworfen.
Ein Crashtest sieht normalerweise anders aus. Keine Messpuppen, keine Barriere, kein kontrollierter Einschlag. Stattdessen: eine gewaltige schwarze Trommel, offene Flammen und mittendrin ein komplettes Elektro-SUV.
FAW-Volkswagen hat für die Demonstration das Prinzip einer traditionellen chinesischen Popcorn-Kanone ins Absurde vergrößert. Nur landet hier kein Mais im heißen Behälter, sondern der neue ID. Aura T6.
50 Rollen bei 160 Grad
Im Inneren der Konstruktion soll die Temperatur auf bis zu 160 Grad Celsius gestiegen sein. Dann setzte sich die Trommel in Bewegung. Der VW wurde immer wieder auf Dach, Flanken und Räder geworfen. Zunächst 14-mal, anschließend weitere 36-mal. Insgesamt musste der T6 also 50 Überschläge über sich ergehen lassen.
Dass er danach nicht mehr wie frisch aus dem Schauraum aussieht, überrascht wenig. Für einen Gebrauchtwagen-Inseratstext wäre „leichte Gebrauchsspuren“ jedenfalls etwas optimistisch. Die Karosserie ist zerbeult, Scheiben und Anbauteile haben sichtbar gelitten, der SUV trägt die Spuren der Tortur deutlich.
Nach dem Test ließ sich der T6 wieder starten – und fuhr aus eigener Kraft davon. Laut den veröffentlichten Angaben blieb die Fahrgastzelle intakt, die Hochvoltbatterie geriet nicht in Brand und die Türen ließen sich weiterhin öffnen.
Genau darauf zielt die spektakuläre Inszenierung ab: Volkswagen will zeigen, dass Struktur und Batterie auch unter extremen Bedingungen einiges wegstecken können.
Natürlich ist die Aktion kein genormter Sicherheitstest und mit Euro-NCAP-Prüfungen nicht vergleichbar. Dafür fehlen standardisierte Abläufe, öffentlich zugängliche technische Messdaten – und überhaupt jegliche Praxisrelevanz.
Ist sofern ist auch egal, dass der ID. Aura T6 ein neues Elektro-SUV für den chinesischen Markt ist und wohl auch bleibt. Für Europa ist er bislang nicht angekündigt. Offen bleibt auch, ob potenzielle Kunden tatsächlich wissen wollten, wie ihr Auto nach 50 Überschlägen bei 160 Grad aussieht.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.