Neues KI-Gremium

Trump ernennt Chef der „Super Intelligence Force“

Digital
04.10.2026 17:07
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat den nationalen Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum Sonderbeauftragten für Künstliche Intelligenz (KI) ernannt. Clayton solle die Bemühungen der US-Regierung bündeln, um die führende Rolle der USA bei dieser Technologie zu sichern, teilte Trump am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social mit. Clayton werde die neu geschaffene „Super Intelligence Force“ (SIF) leiten.

Die SIF solle die Zusammenarbeit der Regierung mit Verbrauchern und KI-Unternehmen koordinieren. Ziel sei es sicherzustellen, dass die USA weltweit führend blieben.

Trump bestätigte mit der Personalie einen Bericht der Zeitung „Wall Street Journal“. Clayton, der erst im August zum Geheimdienstchef ernannt worden war, hatte der Zeitung gesagt, Trump habe ihn mit der Aufgabe betraut. „Das Risiko, nicht an der Spitze zu stehen, ist hoch“, sagte Clayton dem Blatt. Die Arbeitsgruppe hat demnach 120 Tage Zeit, um einen Bericht vorzulegen. 

Dieser soll die Risiken und Chancen von KI bewerten und Empfehlungen für die Rolle der US-Regierung erarbeiten. Dem Gremium gehören zudem der Vorsitzende der Wettbewerbsbehörde FTC, Andrew Ferguson, der Technologiechef des Pentagons, Emil Michael, und der Direktor der Personalbehörde OPM, Scott Kupor, an. Die Gruppe erstattet Trump und seiner Stabschefin Susie Wiles direkt Bericht.

Debatte um KI-Sicherheit
Die Sicherheit von KI-Technologien ist in Washington zuletzt verstärkt in den Fokus gerückt. Einige Forscher warnten, dass die Technologie innerhalb eines Jahrzehnts eine Bedrohung für die Menschheit darstellen könnte. Abgeordnete der Demokraten und Republikaner forderten daraufhin schärfere Maßnahmen. Trump plädiert jedoch für eine zurückhaltende Regulierung, da eine zu strenge Aufsicht die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China schwächen könnte. 

Am Dienstag erklärte Trump, er wolle bei der Reglementierung der Technologie nicht mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammenarbeiten. Es ist das zweite Mal, dass Trump einen Sonderbeauftragten für diesen Bereich einsetzt. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte der Risikokapitalgeber David Sacks diesen Posten inne.

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