Das neue Studienjahr hat begonnen, wie es beim Budget für die heimischen Universitäten weitergeht, ist aber noch immer unklar. Für den Zeitraum 2028 bis 2030 fordern die Unis 18 Milliarden Euro, Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) avisiert allerdings nur 15,5 Milliarden. Ada Pellert, Rektorin der Alpen-Adria-Universität (AAU) in Klagenfurt, legt im „Krone“-Interview Protest ein.
„Krone“: Aufnahmestopp, keine Stipendien mehr, Bibliotheken müssen früher zusperren – nur ein paar Beispiele dafür, wie österreichische Unis jetzt sparen wollen und müssen. Gibt es solche konkreten Maßnahmen auch in Klagenfurt?
Ada Pellert: Wir gehen das sehr systematisch durch und bereiten uns vor und haben zum Beispiel bei Nachbesetzungen, bei den Sachkosten und dort, wo wir unmittelbar handeln können, geschaut. Natürlich überprüfen wir auch Öffnungszeiten. Wenn es zu den Budgetkürzungen in dem angekündigten Ausmaß kommen wird (Für den Zeitraum 2028 bis 2030 sind statt der geforderten 18 Milliarden Euro 15,5 Milliarden avisiert, Anm.), wird es aber nicht reichen, dort und da zu sparen. Das wird Massives im Personalbereich bedeuten – und dort vor allem im Nachwuchsbereich. Wenn ich das in der nächsten Leistungsperiode einsparen muss, dann muss das ja relativ rasch gehen. Aufnahmestopp haben wir noch keinen, aber wir überlegen natürlich genau.
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