Woher kommt er?

Ein riesiger Teddybär lässt Ansfelden schmunzeln

Oberösterreich
03.10.2026 08:00

Der Bürgermeister von Ansfelden (OÖ), Christian Partoll, entdeckte beim Joggen am Kremsau-Damm einen echt „bärigen“ Gemeindebürger. Niemand weiß, woher das zwei Meter große Plüschtier stammt. Kurioserweise wechselt der Teddy aber auch immer wieder die Sitzbank.

Elch „Emil“ hat einen würdigen Nachfolger gefunden – doch diesmal ist es nicht ein Wald-, sondern ein Plüschtier. Ein zwei Meter großer Teddybär sorgt seit drei Wochen in der Kremsau in Ansfelden für Aufsehen und Schmunzeln.

Stadtchef Christian Partoll entdeckte den pelzigen neuen Gemeindebürger beim Joggen, postete davon ein Foto auf Facebook und war baff über den starken Widerhall: „Seither werde ich ständig angerufen, wenn der Bär wieder woanders auftaucht. Er wechselt immer wieder die Sitzbänke am Damm. Einmal war der Teddy für zwei Tage verschwunden, da haben sich die Leute schon richtig Sorgen gemacht. Bei uns in Ansfelden ist der Bär ein großes Thema, die Leute freuen sich, dass es etwas zum Schmunzeln gibt.“

Eigenleben entwickelt
Der blaue Bürgermeister schwört Stein und Bein, dass es sich beim „Chrisibären“ nicht um einen Wahlkampfgag handelt und es keinesfalls seine Absicht sei, den Wählern einen Bären aufzubinden: „Ich war es nicht, der den Teddy hingesetzt hat, und kann nur eines sagen: Das ist keine konstruierte Geschichte. Ich glaube, der Bär wurde einfach von einem Spaziergänger ausgesetzt und hat seither ein Eigenleben entwickelt.“

Bürgermeister Partoll traf beim Laufen auf den Teddybären.
Bürgermeister Partoll traf beim Laufen auf den Teddybären.(Bild: Christian Partoll)

Wie es mit dem flauschigen Meister Petz weitergeht? Solange es nicht regnet, wird der Plüschgigant wohl weiter unbeschadet den Spaziergängern in dem Naherholungsgebiet mit seinem Anblick die Mundwinkel hochziehen.

Teddybären als Stimmungsaufheller
Teddybären als „Stimmungsaufheller“ im öffentlichen Raum sind übrigens gar nicht selten. Unter dem Namen „Les Nounours des Gobelins“ startete beispielsweise ein Pariser Buchhändler 2018 das Projekt, riesige Plüschbären aufzustellen, um die Bewohner aufzuheitern. Während der Corona-Pandemie wurden solche Teddys auch genutzt, um an die Abstandsregeln zu erinnern.

Bürgermeister Partoll ist jedenfalls selig: „Dieses Rätsel zeigt auf wunderschöne Weise, wie viel Herz, Kreativität und Humor in unserer Gemeinde stecken. Egal, wer den Bären auf seine geheimen Nachtspaziergänge schickt oder ihn dort platziert hat – es ist eine großartige Aktion, die uns allen in diesen Tagen eine kleine, unbeschwerte Freude schenkt.“ Er sucht nun einen Namen für das Maskottchen.

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