Zivilschutz-Probealarm

Am Samstag heulen wieder die Sirenen und Handys

Österreich
02.10.2026 11:48

Am morgigen Samstag, 3. Oktober, werden österreichweit wieder die Sirenen und Handys heulen. Mit dem Probealarm sollen die technischen Einrichtungen des Warn- und Alarmsystems getestet werden, wie das Bundesministerium in einer Aussendung mitteilte.

„Andererseits soll die Bevölkerung mit diesen Signalen und ihrer Bedeutung vertraut gemacht werden. Die Signale können derzeit über etwa 8300 Feuerwehrsirenen abgestrahlt werden (...)“, heißt es. Die Auslösung der Signale könne dann zentral von der Bundeswarnzentrale, von den Warnzentralen der einzelnen Bundesländer oder von den Bezirkswarnzentralen erfolgen.

Der jährliche Zivilschutz-Probealarm wird am Samstag zwischen 12 und 13 Uhr stattfinden. Zunächst ist eine allgemeine Sirenenprobe geplant, anschließend erfolgt das Signal Warnung an Handys. Dabei handelt es sich um einen dreiminütigen Dauerton, der im Ernstfall auf eine nahende Gefahr hinweisen sollen. Danach folgt der Alarm, der aus einem einminütigen Heulton besteht und die Bevölkerung im Ernstfall dazu auffordert, Schutz zu suchen. Zuletzt kommt die Entwarnung (ab 12.45 Uhr), die ein einminütiger Dauerton ist.

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Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr werden nach dem Signal „Sirenenprobe“ die drei Zivilschutzsignale „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“ in Österreich ausgestrahlt.

Bundesministerium für Inneres

Kein Empfang mit älteren Betriebssystemen
Das Bevölkerungswarnsystem AT-Alert soll die Sirenen im Land ergänzen und im Anlassfall möglichst viele Betroffene direkt über ihre Handys erreichen. Solche Situationen wären etwa Naturkatastrophen oder Unfälle mit biologischen und chemischen Stoffen. Wer keine Warnung erhält, hat möglicherweise ein älteres Betriebssystem. „Apple und Google implementierten die für AT-Alert spezifischen, betriebssystemseitigen Konfigurationen ab Apple iOS 17.4 beziehungsweise Android 11 in die Endgeräte(....) Ein Empfang von AT-Alert auf Mobiltelefonen mit älterer Betriebssystemversionen ist derzeit grundsätzlich nicht möglich“, heißt es auf der Website des Innenministeriums.

Neu ist diesmal, dass auch die digitale Zivilschutz-App ZIVA zum Einsatz kommen wird. Die Anwendung des Österreichischen Zivilschutzverbands liefert Echtzeit-Warnungen, Gefahreninformation und gibt Empfehlungen zum Verhalten ab. „Damit ergänzen sich die verschiedenen Warn- und Informationswege: Die Sirene macht auf eine Gefahr aufmerksam, AT-Alert bringt Warnungen direkt auf kompatible Mobiltelefone und ZIVA unterstützt die Menschen mit Information, Vorsorge und konkreten Handlungsempfehlungen“, teilte der Österreichische Zivilschutzverband in einer Aussendung mit. Wer vorbereitet sei, könne im Ernstfall ruhiger und sicherer handeln, sagte Präsident Andreas Hanger.

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