Der Streit ist hausgemacht, Andreas Bablers Abgang als SPÖ-Chef bereits so gut wie ausgemacht. Die Vorverhandlungen rund um die Nachfolge laufen auf Hochtouren. Die „Krone“ kennt die möglichen Szenarien und Kandidaten für den roten Showdown am Sonntag, Bablers wohl letztem Tag als SPÖ-Chef …
Die Gerüchteküche brodelt über. Dem Vernehmen nach weiß Andreas Babler seit Anfang der Woche, dass seine Tage als SPÖ-Chef gezählt sein dürften. In vertraulichen Gesprächen soll man dem Vizekanzler durch die „rote Nelke“ signalisiert haben: Spätestens bei den zwei Ländergipfeln hat er in seiner Partei keine Mehrheit mehr. Die ohnehin Babler-kritischen Landesparteichefs haben sich abgestimmt und werden den Daumen senken. Damit dreht sich in der SPÖ alles um die Frage: Wer wird’s?
Wiener Gremien tagen und entscheiden
Entscheidung eins dazu fällt in Wien. Am Samstag tagen Vorstand und Präsidium der Landespartei. Dabei soll die Stimmung der Bezirke eingefangen werden. Bürgermeister Michael Ludwig strebt bekanntlich „konsensuelle Lösungen“ an, was Spielraum für Interpretationen lässt.
Fest steht: Viele drängen auf eine Lösung am Sonntag, um sich monatelanges Unterschriftensammeln und Sonderparteitag zu ersparen. Gefragt ist ein Kompromiss, mit dem Babler, Länder und Gewerkschaft leben können. Das engt den Kandidatenkreis deutlich ein:
Muss Babler „freiwillig“ gehen, braucht es einen „würdigen Abgang“ und einen neuen Job. Sein Mandat darf er behalten, roter Kultursprecher dürfte er auch werden.
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