Dutzende in Quarantäne

Frau (28) in Sibirien an der Pest gestorben

Ausland
03.10.2026 07:21
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der russischen Region Irkutsk in Ostsibirien ist eine Frau an den Folgen einer Pesterkrankung gestorben. Die 28-Jährige soll sich in einem Labor angesteckt haben.

Der Gouverneur der Region Burjatien, Alexeij Zydenow, erklärte am Freitag in einem Onlinedienst, in der Nachbarregion Irkutsk sei eine Frau an der Pest gestorben. Die Frau erkrankte an schweren, lungenentzündungsartigen Symptomen und verstarb kurz darauf in einem Krankenhaus in Schelechow.

Fast 200 Personen in Quarantäne
Örtliche Medien berichteten, es handle sich bei der Toten um eine 28-jährige Labortechnikerin namens Daria Tschipilowa. 189 bis 197 Kontaktpersonen – darunter medizinisches Personal und enge Bekannte – wurden ermittelt und unter strenge medizinische Beobachtung und Isolation gestellt. Offiziellen Angaben zufolge zeigen alle ermittelten Kontaktpersonen derzeit keine Symptome, und erste Labortests verliefen negativ. 

Die Pest ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Die Lungenpest ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hochansteckend und kann tödlich verlaufen, wenn sie nicht umgehend behandelt wird.

In Labor angesteckt
Nach Angaben des Onlinemediums „Menschen vom Baikal“ arbeitete die Frau für das Institut zur Pestbekämpfung von Irkutsk. Dort habe sie sich möglicherweise durch ein zerbrochenes Reagenzglas mit dem Lungenpesterreger angesteckt. 

Das russische Gesundheitsministerium veröffentlichte zunächst keine Stellungnahme. 

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