Aus Ex-Job entlassen

Flydubai-Copilot galt zuvor als Sicherheitsrisiko

Ausland
03.10.2026 07:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Copilot, der den Piloten des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv verletzt haben soll, ist US-Medien zufolge wegen Sicherheitsbedenken zuvor aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden. Er soll ein „religiöser Fanatiker“ sein.

Nach Informationen des US-Senders „ABC News“ war bei dem mutmaßlichen Angreifer Hamam Al Hammamis aus dem Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Copilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war. Der Mann durfte jedoch weiterhin in einer Verwaltungsfunktion dort arbeiten. 

Postings nach Gewalttat
So sollen auf einem Social-Media-Profil, das Al Hammamis zugeordnet wird, Videos von Ayman al-Zawahiri (dem Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida nach dem Tod von Osama bin Laden), und Bilder von Humam Khalil Abu-Mulal al-Balawi (einem Anhänger von al-Qaida, der 2009 bei einem Selbstmordattentat neun Menschen tötete), zu sehen sein. Auf seinem LinkedIn-Profil sollen Stunden nach der Gewalttat zwei Posts abgesetzt worden sein. Wer diese veröffentlicht hat und ob sie im Voraus geplant gewesen waren, ist demnach unklar. 

Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, Motiv und Absichten des mutmaßlichen ...
Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, Motiv und Absichten des mutmaßlichen Angreifers sind noch immer ungeklärt. Im Bild: Passagiere nach der Landung in Tabuk in Saudi-ArabienPassagiere nach der Landung in Tabuk in Saudi-Arabien(Bild: AP/AP ( via APA) Austria Presse Agentur)

Copilot soll angeblich mit Behörden kooperieren
Das „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der 29-Jährige zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. Dem Sender ABC News zufolge versuchen Ermittler aktuell herauszufinden, wie es ihm anschließend dennoch gestattet worden sei, für Flydubai zu fliegen.

Der festgenommene Copilot, der inzwischen in die Emirate gebracht worden ist, soll demnach mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. Er habe angedeutet, dass er die Absicht gehabt habe, das Flydubai-Flugzeug in Israel zum Absturz zu bringen. Für die Fluggesellschaft soll der 29-Jährige seit etwa acht Monaten gearbeitet haben.

Israels Regierung geht von jihadistischem Terroranschlag aus
Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf seinen Kollegen Smit Machchhar kam. Dieser schaffte es nach eigenen Angaben trotz schwerer Verletzungen, die Cockpittür zu öffnen und die sinkende Maschine abzufangen. Mehrere Passagiere drangen ins Cockpit ein und konnten den Angreifer überwältigen.

Die emiratischen Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, Motiv und Absichten des mutmaßlichen Angreifers sind noch immer ungeklärt. Die israelische Regierung geht bereits von einem jihadistischen Terroranschlag aus – und auch ein hochrangiger Regierungsvertreter aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sprach im Kontext der Gewalttat jüngst von Terrorismus.

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