Kärnthema-Kommentar

Wahlkampfkosten: Falsches Signal zur falschen Zeit

Kärnten
02.10.2026 20:00

Das ganze Land muss den Gürtel enger schnallen. Doch die Kärntner Landtagsparteien gönnen sich mitten in der angespannten Zeit eine ordentliche Erhöhung der Wahlkampfbudgets.

Unter dem Deckmantel der Inflationsanpassung beschloss der Kärntner Landtag in seiner Sitzung am Donnerstag eine Erhöhung der Wahlkampfkosten für die Landtagswahl 2028 – von 500.000 auf satte 750.000 Euro.

Landtagspräsident Andreas Scherwitzl betonte, dass diese stattliche Erhöhung nicht vom Steuerzahler getragen werden müsse. Sondern vielmehr soll das Geld aus Mitgliedsbeiträgen, Mandatsabgaben und Parteispenden und der Parteienförderung kommen. Mit letzterer hinkt also die Argumentation dann doch etwas. Immerhin wird die Parteienförderung letztlich dann doch aus dem Steuertopf finanziert.

Sparen – nur nicht im Wahlkampf
Und der Zeitpunkt für diese Wahlkampfkostenerhöhung könnte nicht ungünstiger sein. Denn immerhin muss aufgrund der unterschiedlichsten Faktoren das ganze Land den Gürtel enger Schnallen. Immer mehr Kärntner sind von Armut betroffen und kämpfen ums finanzielle Überleben.

In dieser Causa wird auch nicht der klägliche Versuch der Landtagsparteien helfen, zu argumentieren, dass die Erhöhung der Wahlkampfkosten das letzte Mal 2013 stattfand. Wenn auch mittlerweile Kugelschreiber, Feuerzeuge, Prospekte und Co. auch teurer geworden sind.

Anstatt mehr Geld in den Wahlkampfkampagnen zu verbrennen, bestünde ja die Möglichkeit, mit nachhaltigen Veränderungen zu überzeugen ...

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung