Ganz schön groß!

Hyundai Tucson: Die 5. Generation des Bestsellers

Motor
02.10.2026 11:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Hyundai Tucson hat sich in den Top Ten der weltweit meistverkauften Autos etabliert – Anfang 2027 kommt die fünfte Generation: größer, kantiger, mit neuem Bediensystem. Und ohne Diesel.

Optisch verabschiedet sich der Neue deutlich von dem dynamisch-futuristischen Auftritt seines Vorgängers und setzt stärker auf Offroad-Elemente – kantige Formen, ein wuchtiger Kühlergrill, ausmodellierte Kotflügel und schützende Kunststoff-Beplankungen an den Flanken inklusive.

Wichtiges Gestaltungselement sind zudem die beiden durchgehenden Lichtleisten an Front und Heck, die von senkrechten Tagfahrlichtern beziehungsweise Rückleuchten flankiert sind. Tagsüber eher versteckt in einem zusätzlichen Gehäuse finden sich Abblend- und Fernlicht, je nach Ausstattung kommt eine sogenannte Micro-Pixel-Beleuchtung mit 25.600 einzeln ansteuerbaren LED-Lämpchen zum Einsatz.

Mit 4,56 Meter Länge positioniert sich der neue Tucson am oberen Ende seines Segments, in dem er auf Wettbewerber wie VW Tiguan, Ford Kuga und Toyota Corolla Cross trifft. Auch Breite und Radstand legen zu, letzterer um vier Zentimeter auf 2,72 Meter. 

(Bild: Hyundai)
(Bild: Hyundai)

Geräumiger, variabler Innenraum
Das Raumangebot auf der bequemen Rückbank ist entsprechend gut, was die Kniefreiheit betrifft. Obwohl die Sitzfläche angenehm hoch ist, bleibt zudem ausreichend Platz über dem Scheitel. Die Füße lassen sich bequem unter den Vordersitzen platzieren.

Bei allen Antriebsvarianten mit Ausnahme des Vollhybriden lässt sich die Rückbank um 15 Zentimeter verschieben. Das Kofferraumvolumen gibt der Hersteller mit 695 Litern an, was einem kräftigen Zuwachs gegenüber dem Vorgänger entspricht und auf dem Niveau des größeren Schwestermodells Santa Fe liegt. Eine breite Öffnung, die relativ niedrige Ladekante und ein flacher Ladeboden bei umgeklappten Sitzen sollen für hohe Alltagstauglichkeit sorgen.

Hyundai setzt stärker als bislang auf ein wohnliches Ambiente – zumindest in der vorab präsentierten Top-Variante, in der gute Verarbeitung, weiche Oberflächenmaterialien und ein stimmungsvolles Ambiente-Licht aufeinandertreffen. Clever gestaltet ist die nur auf den ersten Blick etwas zerklüftet wirkende Mittelkonsole, die auf mehreren Ebenen ein geschlossenes Brillenfach, zwei Handyladeschalen und diverse kleinere Ablagen enthält.

(Bild: Hyundai)
(Bild: Hyundai)
(Bild: Hyundai)

Bedienkonzept aus dem Ioniq 3
Komplett neu ist für den Tucson das Bediensystem, das der Crossover aus dem jüngst vorgestellten E-Auto Ioniq 3 übernimmt und das künftig in allen neuen Modellen der Marke zum Einsatz kommt. Zentrales Element ist ein großer Querformat-Touchscreen in der Mittelkonsole, der zur Steuerung der Infotainment-Funktionen dient. Darunter ermöglichen einige physische Tasten den Schnellzugriff auf Klimaanlage und weitere Standards. Anstelle klassischer Instrumente findet sich hinter dem Lenkrad nur noch ein schmaler Farbbildschirm, der unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit und Navi-Anweisungen darstellt. Hinzu kommen klassische physische Tasten am Multifunktionslenkrad und für die Spiegelverstellung. Dem Wechsel der Fahrstufen dient ein Lenkstockhebel.

(Bild: Hyundai)

Hyundai bringt neuen Assistenten
Neu bei den Assistenten ist ein System, das beim Rückwärtsfahren einen zuvor vorwärts gefahrenen Weg automatisch nachlenkt. Das soll unter anderem beim Parken in engen Tiefgaragen helfen. In Kombination mit der optionalen Anhängekupplung ist zudem eine Rangierhilfe für den Anhängerbetrieb an Bord. Maximal kann der Tucson 1910 Kilogramm an den Haken nehmen.

Benziner und Hybride, aber kein Diesel
Bei den Antrieben verzichtet Hyundai zugunsten seiner parallel geführten Ioniq-Modellreihe auf eine voll batterieelektrische Variante. Stattdessen gibt es wie im Vorgänger einen Plug-in-Hybrid, diesmal mit 288 PS und 81 Kilometern E-Reichweite, sowie einen 238 PS starken Vollhybrid. Neu ist dort der „HEV Stay Mode“, bei dem etwa Klimaanlage, Audiosystem und Stromversorgung für mobile Geräte auch bei abgeschaltetem Verbrennungsmotor weiterlaufen können. Basistriebwerk bleibt ein 1,6-Liter-Vierzylinderbenziner, der es auf 150 PS bringt. Den im Vorgänger noch angebotenen Diesel gibt es nicht mehr, ein mechanischer Allradantrieb bleibt aber Option.

Produziert wird die Europa-Version des Tucson weiterhin im tschechischen Hyundai-Werk. Darüber hinaus gibt es eine Variante für die USA und weitere Märkte, die die gleiche technische Basis nutzt und optisch sehr ähnlich ausfällt. Mit 4,70 Metern Länge ist sie aber etwas ausladender geraten als das Modell für die hiesigen Märkte.

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